Nachrichtenversorgung der FRA auf Rügen

Nachrichtenversorgung der FRA auf Rügen

Beitragvon Martin » Freitag, 27. November 2015, 22:29:08

Die website zur 43. FRBr wurde ergänzt um einen Beitrag zur aufwendigen Schaffung der Sicherstellung mit Nachrichtenverbindungen für Einheiten der LV auf Insel Rügen. FRA 4325 Neuenkirchen 1985 ; FuTK-333 dann 1986/88; FRA-4335 ab 1989.
Engpass waren die Kabel der Deutschen Post zur Insel und in der Inselverteilung.
Durch Mitnutzung der Nachrichtenzentrale der Bunker Volksmarine auf Kap Arkona ( Saßnitz Üst 4) konnte dann eine Sicherstellung mit Draht-Nachrichtenverbindungen sogar im "eigenen System" werden gewährleistet werden.
Martin
 

Re: Nachrichtenversorgung der FRA auf Rügen

Beitragvon Makler » Freitag, 27. November 2015, 22:36:46

Es war wohl eine neue Sache zur Abstützung einer Fernmeldeversorgung der LV über einen Marinestützpunkt.
Wo in der NVA doch alles sehr achtete auf strikte Trennung der Teilstreitkraft. :?
Makler
 

Re: Nachrichtenversorgung der FRA auf Rügen

Beitragvon Satan » Freitag, 27. November 2015, 22:38:18

@fliegerrevue schrieb:
Weiß man um die nachrichtentechnische Anbindung von Neuenkirchen vor Ausbau zu einer Stellung mit fester Belegung mit besagter WOLCHOW-FRA?

Um 1980 sei da wohl schon eine Übungsstellung gewesen. Hierfür gibt es verschiedene Quellen und auch ein Foto mit entfalteter RLS.
Satan
 

Re: Nachrichtenversorgung der FRA auf Rügen

Beitragvon feldwebel » Freitag, 27. November 2015, 22:43:22

Musste ja zeitlich vorher bekannt werden mit entsprechendem Planungen im Zeit- Vorlauf.
Für Neuenkirchen sollte dann Z.Bsp in der EVST Trent der Post auch ÜbertragungsTechnik der NVA eingebaut werden, die dann von Post betreut wurde. Denn Post hatte keine techn. Kapazitäten für derartige Maßnahmen. Daher immer öfter Beistellung von Technik duch NVA.
feldwebel
 

Re: Nachrichtenversorgung der FRA auf Rügen

Beitragvon Theo » Freitag, 27. November 2015, 22:58:02

Ich finde gerade die Info das Neuenkirchen ab 1979 exisiterte.
Theo
 

Re: Nachrichtenversorgung der FRA auf Rügen

Beitragvon Regner » Freitag, 27. November 2015, 22:59:40

Was hat 1979 für Auswirkungen für Versorgung mit Nachrichtenverbindungen oder Aufstellung der FRA ?
Regner
 

Re: Nachrichtenversorgung der FRA auf Rügen

Beitragvon Satan » Freitag, 27. November 2015, 23:01:35

@fliegerrevue schrieb:
Ich finde das Jahr 1979 in einem anderen Zusammenhang interessant. Es wird zuweilen ein Zusammenhang mit dem Fährhafen Mukran und den beiden neuen FRAs auf Rügen hergestellt. Jemand der sich rührig mit der Aufarbeitung der Geschichte dieses Fährhafens beschäftigt sichtete hierzu auch bei der BStU diverse Archivalien. Er kam zum Schluss oder er verstand es wohl so das die Aufstellung der beiden FRAs dem "Schutz" von Mukran geschuldet seien. Also ein direkter Zusammenhang bestünde. Ich selbst sah dazu keine Archivalien ein. Aber ich bat mal um Einsichtnahme bei betreffenden Forscherkollegen. Irgenwie fehlt mir bis heute der wissenschaftliche Beweis für diesen Zusammenhang. Hmm, und nun wird Neuenkirchen bereits im Jahr 1979 "aktenkundig". An anderer Stelle las ich davon das die eine oder andere WOLCHOW-FRA in den Sommermonaten nach Neuenkirchen verlegte in der ersten Hälfte der 1980er-Jahre. Hieraus schlussfolgerte ich auf "Übungsstellung".
Von einem Zeitzeugen der in Neuenkirchen diente habe ich das hier, Zitat:
... habe mit meinem nachbar erzählt und einiges neues über neuenkirchen erfahren.wie nun raus kam hatte er auch in neuenkirchen gedient.also,er hat 1979/80 gedient in abtshagen.sie wurden von dort nach neuenkirchen ins b objekt gebracht.sie mußten dort im 14tägigen wechsel das b objekt bewachen.der bunker war schon fertig,aber es waren noch keine tore vor.es wurde noch daran gearbeitet.die wachtruppe bestand aus 12 mann und ein offizier.die soldaten schliefen im bunker und der offizier und die bausoldaten die dort noch waren schliefen im sogenannten u 68 ...
Satan
 

Re: Nachrichtenversorgung der FRA auf Rügen

Beitragvon nordisk » Freitag, 27. November 2015, 23:03:27

Aber vergiss dabei bitte nicht das KKW Lubmin, das zu der Zeit auch vorhanden war... und da der Feindanflug aus Nord /Nordwest erwartet wurde.... machen auch dafür die 2 FRA auf Rügen Sinn und keine Bau einer FRA neben dem KKW..... Das Ding war verteidigungspolitisch auch hoch angebunden und im Falle eines Treffers ein großes Sicherheitsrisiko...
nordisk
 

Re: Nachrichtenversorgung der FRA auf Rügen

Beitragvon Echolot » Freitag, 27. November 2015, 23:08:43

Das KKW war ganz sicher ein Ziel - genau wie der Fährhafen - vermutlich sogar der Deutschen Luftwaffe, in der STRIKE-Rolle. F-104 oder später dann Tornado, eine Kernbombe unter dem Rumpf, wohl wirklich im Tiefstflug über die Ostsee. Gute Nacht und sprichwörtlich alle Lichter aus .... :shock: Man, man, man ........
Echolot
 

Re: Nachrichtenversorgung der FRA auf Rügen

Beitragvon Pinkpanter » Freitag, 27. November 2015, 23:27:43

Neuenkirchen:
Übungsstellung - falsche Auslegung von @FR & Co
Einsatzstellung für Wolchow mit Auslösung höherer Stufen der GB für FRA Abtshagen.
Draht-Nachrichtenverbindungen waren vorbereitet im herkömmlichen Gefechtssystem für die wichtigsten Leitungen. Der andere Anteil lief über ein Richtfunksystem.
Für die Oderübergange hatten die Russen S-75 im Einsatz. Gleiches dann für Mukran. Dort lief die 2. Staffel und deren Versorgung auf. Aber auch für Saßnitz der Luftschutz und für östlich Rügens geltende Bereitstellungsraum einer VOF Angriffsgruppierung.

Dann kam die ständige Basierung von 2x FRA. 1x S-75 in Neuenkirchen ( da Abtshagen neuen Stellungsraum erhielt) und 1x S-125 Lancken wegen dem möglichen Einsatz Nato-Marschflugkörper. Beide FRA im AFS Führungssystem des GS Rövershagen.
Neuenkirchen erhielt eigene TF bis Post Trent mit NVA Technik. Weil die Post im Kabel übern Rügendamm keine Kapazitäten mehr frei hatte.
Lancken erhielt neue TF zum Bunker Kap Arkona = Saßnitz Üst 4. Weil Post eben keine freien Kapazitäten auf Kabel nach Rügen mehr frei hatte.
Beide FRA waren über FM24/400 separat zum GS Rövershagen anzuschalten. Damit dann Ersatzwege für die Mietleitungen.

Das so zu bewerkstelligen war schon etwas knifflig im Vorfeld.
Pinkpanter
 

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