Die NATO

Die NATO

Beitragvon pinkpanter » Dienstag, 01. Oktober 2013, 14:46:32

Netz von getarnten Raketenstellungen
So trug die NVA ausgangs der 70er Jahre aus vielen Quellen zusammen - darunter solchen der Geheimdienste -, was über die andere Seite zu erfahren war. Die BRD verfügte bis dahin über 153 unterirdische Führungsstellen - Bunker, resistent gegen Massenvernichtungsmittel, eingerichtet für 30 Tage und mehr. Ob NATO, Bundeswehr, Ministerien oder Staaten wie Luxemburg, Belgien oder Frankreich - wer welche unterirdischen Führungszentralen benutzen sollte, wurde genau aufgelistet. Außerdem 80 Objekte, in denen diverse Sprengköpfe für Kernwaffen gelagert wurden.
Man kannte das Netz der zu dieser Zeit 1184 getarnten Fla-Raketen-Stellungen, deren Standorte, Typen und Reichweiten. 490 militärisch nutzbare Flugplätze wurden registriert, 21 darunter mit Kernwaffenlagern ausgestattet.

Auch für die zehn Landesregierungen der BRD waren Führungsstellen in Bunkern vorgesehen.

Im Kriegsfall stand für jeden 33. Bürger ein Bunkerplatz bereit. Jedes Jahr sollten 75 000 Plätze hinzukommen.

Es gab 1100 gedeckte Hangars. Von den Flugplätzen war ein massierter Angriff auf das Territorium der DDR und der CSSR binnen 10 bis 30 Minuten möglich.

Die NATO-Fliegerkräfte hätten kurzfristig um das Zwei- bis Dreifache verstärkt werden können.

12 Behelfsstart-/Landebahnen waren auf Autobahnen und 600 Hubschrauberlandeplätze vornehmlich nahe militärischer Objekte angelegt.

Das Eisenbahnnetz ließ in West-Ost-Richtung etwa 500 Züge/Tag zu, was es möglich machte, innerhalb von 24 Stunden 7,5 Divisionen heranzuführen.

Als Schwachpunkte wurden westliche Eisenbahnknoten, Strecken durch Industriezentren, Brücken über Wasserhindernisse und im Süden die hohe Zahl der Tunnel genannt.

Die Durchlassfähigkeit der Straßen gestattete es, innerhalb von 24 Stunden 20 Divisionen über rund 550 Kilometer an die DDR-Staatsgrenze heranzuführen.
pinkpanter
 

Re: Die NATO

Beitragvon Wenko » Mittwoch, 14. Januar 2015, 17:06:16

Wollen wir zu Realem übergehen:

NATO-Kommandoübernahme in Münster

Das I. Deutsch-Niederländische Korps in Münster hat am heutigen Mittwoch die Leitung der schnellen Eingreiftruppe der Nato übernommen.
Der deutsche Kommandant Voker Halbauer nahm von einem französischen Korps die Flagge des Militärbündnisses für die "Nato Response Force Land " (NRF-L) entgegen.

Die Truppe soll zusammen mit anderen Nato-Einheiten innerhalb weniger Tage in Bündnisstaaten wie Baltikum oder Polen verlegt werden können. Im Zuge der Ukraine-Krise kommt dem Korps damit eine besondere Rolle zu um Russland von einem Angriff auf Bündbisspartner abzuhalten.

Damit untersteht das Korps derzeit für den Einsatz nicht mehr dem Kommandeur Multinationale Kontingente in Strausberg.
Wenko
 

Re: Die NATO

Beitragvon hugo41 » Donnerstag, 15. Januar 2015, 11:39:44

Die Truppe soll zusammen mit anderen Nato-Einheiten innerhalb weniger Tage in Bündnisstaaten wie Baltikum oder Polen verlegt werden können. Im Zuge der Ukraine-Krise kommt dem Korps damit eine besondere Rolle zu um Russland von einem Angriff auf Bündbisspartner abzuhalten.


Stimmt. Auf der anderen Seite der Grenze steht der berühmte russische Bär der euch des Nachts meucheln kommt. :roll: :roll:
hugo41
 

Re: Die NATO

Beitragvon Kabel » Donnerstag, 15. Januar 2015, 16:49:30

hugo41 hat geschrieben:
Die Truppe soll zusammen mit anderen Nato-Einheiten innerhalb weniger Tage in Bündnisstaaten wie Baltikum oder Polen verlegt werden können. Im Zuge der Ukraine-Krise kommt dem Korps damit eine besondere Rolle zu um Russland von einem Angriff auf Bündbisspartner abzuhalten.


Stimmt. Auf der anderen Seite der Grenze steht der berühmte russische Bär der euch des Nachts meucheln kommt. :roll: :roll:


Er wird ihnen in die Eier beissen und den Arsch bis zum Stehkragen aufreissen ...
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Re: Die NATO

Beitragvon bobby » Montag, 19. Januar 2015, 16:32:35

Wenko hat geschrieben:Wollen wir zu Realem übergehen:

NATO-Kommandoübernahme in Münster

Das I. Deutsch-Niederländische Korps in Münster hat am heutigen Mittwoch die Leitung der schnellen Eingreiftruppe der Nato übernommen.
Der deutsche Kommandant Voker Halbauer nahm von einem französischen Korps die Flagge des Militärbündnisses für die "Nato Response Force Land " (NRF-L) entgegen.

Die Truppe soll zusammen mit anderen Nato-Einheiten innerhalb weniger Tage in Bündnisstaaten wie Baltikum oder Polen verlegt werden können. Im Zuge der Ukraine-Krise kommt dem Korps damit eine besondere Rolle zu um Russland von einem Angriff auf Bündbisspartner abzuhalten.

Damit untersteht das Korps derzeit für den Einsatz nicht mehr dem Kommandeur Multinationale Kontingente in Strausberg.


Aber der zur Kommandoübergabe ebenfalls nach Münster eingeladene Kommandeur des Panzergrenadierbataillons 371, Oberstleutnant Stephan Behrenz, meinte befremdet, wie könne er denn seine schweren 44 „Marder“-Schützenpanzer mit jeweils einem Gewicht von etwa 38,5 Tonnen zum Beispiel rechtzeitig ins Baltikum schaffen?

Denn wenn Putin in 14 Tagen seine Truppen in Kiew hat, sind seine Panzer nicht einmal aus der Garage gekommen..... :lol: :lol: :lol:
bobby
 

Re: Die NATO

Beitragvon Thomas2 » Donnerstag, 22. Januar 2015, 18:02:51

Schaut mal hier bei kevelaer in NRW direkt an der holländischen Grenze.
https://www.google.de/maps/place/Kevela ... 20361d2a7c

Das sind keine Datschen- ein Depot bestehend aus 300 Nato-Bunkern war das mal. 1990 noch nicht fertig gebaut. Dann aufgegeben und die Bunker sind nun mehrheitlich zu Wohnzwecken umgebaut.

Was wollte die Nato wohl dort ? Und dann diese ovale Umfahrt in Art einer Test-oder Rennstrecke. Welche Verwendung ?
Thomas2
 

Re: Die NATO

Beitragvon Bäumler » Donnerstag, 22. Januar 2015, 18:16:13

Unter Umständen in Verbindung für dem heutigen Flughafen Weeze zu sehen, der bis 1999 Fliegerhorst der Britten war.
Genannt: RAF Laarbruch
https://www.google.de/maps/place/Kevela ... 20361d2a7c

Im Zuge der Verstärkung der Besatzungstruppen ordneten die britischen Besatzungsbehörden 1953 den Bau eines neuen Militärflugplatzes in Weeze an. Die Finanzierung erfolgte aus Reparationsmitteln unter Regie der Bundesfinanzdirektion. Der Bau begann im Oktober des Jahres und RAF Laarbruch wurde bereits 1954 eröffnet.
Die Royal Air Force stationierte hier anfangs eine Staffel Meteor NF11 Nachtjäger, die durch eine Staffel Javelin FAW1 Tagjäger abgelöst wurde. Im Oktober 1954 trafen die ersten Canberra PR3 Aufklärer ein, Laarbruch sollte fortan bis Anfang der 1990er Jahre die Heimat von Aufklärer-Staffeln bleiben. Daneben lag hier anfangs auch eine Staffel RF-84F Thunderflash Aufklärer, die 306.
Knapp anderthalb Jahrzehnte war Laarbruch Stationierungsort zweier Staffeln (Engl.: "Squadron") der Canberra PR3/PR7/B(I)8. Mit der B(I)8 Version bestand die Möglichkeit, von RAF Laarbruch aus Luftangriffe durchzuführen. In dieser Zeit standen in der Nähe der Startbahn nuklear bewaffnete Canberras permanent einsatzklar für den Fall eines plötzlichen Angriffs durch den Warschauer Pakt.
In den 1970er Jahren waren hier Flugzeuge der Typen Buccaneer (zwei Staffeln) und Jaguar (eine Staffel) stationiert und 1983 wurde der Flughafen für drei Staffeln Tornado-Jagdbomber und eine Staffel Aufklärer (insgesamt ca. 60 Jets) ausgebaut.
Nach dem Golfkrieg und der Wiedervereinigung wurde die RAF Germany 1991/1992 stark verkleinert, weshalb die Tornados und die Atomwaffen wieder abgezogen wurden. Harrier-Senkrechtstarter (zwei Staffeln) und Hubschrauber (eine Mix-Staffel aus Puma und Chinook) kamen stattdessen im November 1992 nach Weeze, da ihr bisheriger Stützpunkt, RAF Gütersloh, 1993 als eine der ersten RAF-Stationen auf deutschem Boden geschlossen wurde. Die Stationierung der beiden Harrierstaffeln sollte jedoch nicht mehr von langer Dauer bleiben, da sich im Rahmen der weiteren Abrüstung in Europa schon bald abzeichnete, dass die RAF Deutschland komplett verlassen sollte. Bevor es soweit war, nahmen die Laarbrucher Staffeln jedoch noch an diversen Einsätzen im ehemaligen Jugoslawien teil.
( Quelle: Wiki)

Sicher war diese Bunkeranlage als A-Waffendepot der Britten vorgesehen. Die Bauart der Bunker gäbe es her.
Bäumler
 

Re: Die NATO

Beitragvon hugo41 » Donnerstag, 22. Januar 2015, 18:21:05

hugo41
 

Re: Die NATO

Beitragvon Egon Olsen » Donnerstag, 22. Januar 2015, 18:27:12

Eher Munilager der UK:
.....dem britischen Militär auf, das die Fläche von der Stadt Kevelaer pachtete und darauf Wellblechhütten als Munitionsdepots baute. „1974 war Schluss damit. Danach lag das Depot zehn Jahre lang brach.....

Dann die Bundeswehr mit 325 Bunker:
1984 unterzeichnete die Stadt einen neuen Pachtvertrag. Dieses Mal mit der Bundeswehr als Dauermieter. Die ging die Sache gründlicher als ihre Vorgänger an und baute von Jahr zu Jahr mehr Betonbunker auf dem Gelände. Jeder von ihnen akkurat belüftet und so konzipiert, dass keine starken Temperaturschwankungen die Munition gefährden konnten.
Wie gesagt, zum Fall der Mauer war das MunDepot noch nicht voll entfaltet.

Das Oval = eine Trabrennbahn
Die Investoren, die auf dem ehemaligen Munitionslager eine Trabrennbahn und in den Bunkern Ställe einrichten wollten, überzeugten die Stadt schließlich. „Damals war der Trabrennsport noch ein gutes Geschäft“, erzählt Wustmans. Seitdem sich die Gewinnspannen jedoch mehr als halbiert haben, nimmt auch die Zahl der Trainingspferde ab. An ihre Stelle rücken neuerdings immer häufiger Freizeitpferde.
Egon Olsen
 

Re: Die NATO

Beitragvon Lutger » Donnerstag, 22. Januar 2015, 18:38:13

Eine Schulklasse hatte dazu ein Forschungsprojekt:
http://www.kvgg.de/1_home/kvggnews/2011 ... 9-2011.pdf

Sah dort aber Amerikaner in Verbindung zum Depot. Sicher war Buwe wieder nur zum Schein.

Interessant die Ausführungen zu Civilian Support Groups
.....sind deutsche Staatsangehörige, welche bei den US-Streitkräftenangestellt waren. Zu den Aufgaben des Civilian Support gehörte u. a. der Betrieb von Depots und
Lagern, sowie deren Bewachung. Die Angehörigen des Civilian Support trugen US-Uniformenmit dem Wappen des Civilian Support und sollten im V-Fall als "Fremdenlegion" der US-Streitkräfte als ganz normale militärische Einheiten aufgestellt werden.
Lutger
 

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