Griechenland

Re: Griechenland

Beitragvon Frank » Dienstag, 28. Juli 2015, 07:43:57

Steubner hat geschrieben:Eigentlich wollte sich die Regierung Tsipras offenbar nur auf den Fall der Fälle vorbereiten. Denn so abwegig war der Grexit auch in der EU nicht gewesen.
Ich will ja nun nicht für GR reden. Aber ich erwarte schon daß meine Regierung einen Plan hat wenn sie so einen Kurs fährt, wie dort bis unlängst geschehen.
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Re: Griechenland

Beitragvon Gregor » Donnerstag, 30. Juli 2015, 10:41:04

Wie @Frank kann es erwartet werden.
Was wird nun daraus gemacht ?
Der angebliche Geheimplan des ehemaligen griechischen Finanzministers Gianis Varoufakis über einen Grexit - den Austritt Griechenlands aus dem Euro - könnte ein gerichtliches Nachspiel mit einer Anklage wegen Hochverrats haben. Die griechische Justiz hat das gesamt vorliegende Material zu dem Fall inzwischen dem Parlament überwiesen, berichteten die griechischen Medien am Donnerstag. Die Anklage könnte neben Hochverrat auch auf Bildung einer kriminellen Vereinigung lauten, spekulierten die Medien. Ob und wann es dazu kommen könnte, sei unklar, berichtete das Staatsfernsehen.
Gregor
 

Re: Griechenland

Beitragvon schubert » Sonntag, 02. August 2015, 13:29:18

Das geplante dritte Hilfsprogramm für Griechenland ist nach Ansicht des früheren Finanzministers Gianis Varoufakis "zum Scheitern verurteilt".
"Das Vorhaben hat keine Zukunft", sagte Ex-Minister Gianis Varoufakis der spanischen Zeitung "El País" (Sonntag). "Die Krise wird mit immer neuen untragbaren Krediten verlängert, und man tut so, als würde dadurch das Problem gelöst."
Nach seinen Worten will Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) die Euro-Zone von Grund auf umformen. Das Ziel dieses Planes sei es, dass die Troika (von EU-Kommission, Europäischer Zentralbank und Weltwährungsfonds) überall präsent sei, in Madrid, in Rom und vor allem in Paris, sagte Varoufakis. "Paris ist der Hauptpreis, das Endziel der Troika."
schubert
 

Re: Griechenland

Beitragvon Ole » Sonntag, 09. August 2015, 20:25:05

Eine aktuelle YouGov-Umfrage in Großbritannien, Deutschland, Frankreich, Dänemark, Schweden, Finnland und Norwegen zeigt, dass die Europäer uneins sind, wie man mit Griechenland umgehen sollte. Auch die Rolle Deutschlands bei der Beilegung der Schuldenkrise sieht das Ausland verschieden.

Die Befragten in Frankreich und Großbritannien sind unentschlossen, ob mit Griechenland über einen Schuldenschnitt und andere Erleichterungen diskutiert werden sollte. Deutsche wie Skandinavier sind strikt dagegen: 61 Prozent der Deutschen pochen auf die ursprünglich vereinbarten Bedingungen. In Finnland sind sogar drei Viertel der Befragten (74 Prozent) gegen neue Verhandlungen.

Deutschland ist aber der größte Kreditgeber an Griechenland und hätte bei einer Staatspleite viel zu verlieren.
Ole
 

Re: Griechenland

Beitragvon Breitkreuz » Dienstag, 11. August 2015, 10:46:54

Die griechische Regierung erwartet eine Vielzahl von Reform- und Sparauflagen im Gegenzug für weitere Milliardenhilfen. Die konservative Athener Zeitung "Kathimerini" veröffentlichte am Dienstagmorgen eine Liste mit den Vorgaben der Gläubiger: Demnach sollen unter anderem die Steuern für Reeder erhöht und Steuerbegünstigungen für Landwirte abgeschafft werden. Zudem soll spätestens bis 2016 der verminderte Mehrwertsteuersatz für die Inseln der Ägäis abgeschafft werden.
Außerdem soll die umstrittene Immobiliensteuer demnach weiter gelten und Steuerhinterziehung härter bekämpft werden. Die Steuerfahndungsbehörden sind durch zusätzliches Personal aus anderen Behörden zu stärken; ferner soll Steuersündern nicht länger erlaubt werden, ihre Schulden in Raten abzustottern. Auch die stufenweise Abschaffung aller Frührenten gehört zum Auflagenpaket, ebenso wie ein Plan zur Rekapitalisierung angeschlagener Banken und zum Umgang mit faulen Krediten. Die vollständige Liberalisierung des Energiemarktes und weitreichende Privatisierungen gehören ebenfalls zum Paket.

Nun kommt die Stunde der Bewährung für den Märchenerzähler Tsipras. Bereits seit längerem wird über eine Spaltung seiner Partei spekuliert.
Breitkreuz
 

Re: Griechenland

Beitragvon R3J » Freitag, 14. August 2015, 07:39:58

Christine Lagarde bleibt hart. Bevor der IWF weiter seine Hand für Athen ins Feuer legt, fordern die Ökonomen Entscheidungen aus Europa. Ohne Schuldenerleichterungen tut sich in Washington vorerst wohl gar nichts. Damit liegt der Ball erneut im Feld der Euro-Finanzminister.
Am Ende kommt wohl doch ein Schuldenerlaß und der deutsche Steuermichel is wieder am Arsch. Was hat die Politik schon alles versprochen....
R3J
 

Re: Griechenland

Beitragvon flipperdream » Samstag, 22. August 2015, 14:33:56

Tsipras zurück getreten. Seine Partei spaltet sich und die linke Gruppierung will mit eigener neuer Partei zur Wahl antreten.
Die Milliarden der EU sind zweckgebunden zugewiesen.
a) für die Rückzahlungen an EZB und Weltbank.
Meine Bank wollte mir keinen Zusatzkredit geben, damit ich meinen Erstkredit an die Bank zurückzahlen kann. Wäre doch aber das selbe Prinzip.
b) für Stützung der griechischen Banken.

Für c) dem griechischen Volk ist keine Summe vorgesehen. Das Volk darf aber bei den "Reformen" bluten.

Hier bereichern sich nur bestimmte einflußreiche Typen.
flipperdream
 

Re: Griechenland

Beitragvon Lerche » Samstag, 31. Oktober 2015, 20:50:36

Die vier größten Banken Griechenlands brauchen Milliarden. Die Europäische Zentralbank attestierte den Instituten Alpha Bank, Eurobank, National Bank of Greece und Piraeus Bank eine Kapitallücke von bis zu 14,4 Milliarden Euro, falls die Wirtschaft des angeschlagenen Landes in den kommenden Jahren nicht auf die Beine kommt. Sollte sich die Konjunktur wie erwartet entwickeln, liege der Kapitalbedarf der ohnehin bereits vom Staat gestützten vier Banken immer noch bei 4,4 Milliarden Euro, teilte die EZB mit.
Wie hätte es auch anders sein können. Das Geplapper zuletzt, jetzt kommen die letzten Milliarden für Griechenland...... waren eh nur Politikerlügen. Hauptsache die Banken verdienen. Egal wie und woher.
Lerche
 

Re: Griechenland

Beitragvon Dreieich » Montag, 09. November 2015, 21:19:42

Die zehn Milliarden Euro für die Geldhäuser könnten "vergleichsweise schnell" zur Verfügung gestellt werden. Der deutsche Finanzfachmann machte gleichzeitig deutlich, dass die griechischen Banken weniger Geld bräuchten als zunächst erwartet. Deshalb dürfte der Rahmen des im Sommer vereinbarten neuen Rettungsprogramms von bis zu 86 Milliarden Euro nicht komplett ausgeschöpft werden. "Das sind gute Nachrichten für Griechenland", resümierte Regling.
Auch eine weitere Kreditrate von zwei Milliarden Euro zugunsten des griechischen Haushalts soll rasch freigegeben werden. Ein wichtiger Streitpunkt zwischen den Geldgebern und der Links-Rechts-Regierung ist aber noch der Schutz ärmerer Bürger. Athen besteht darauf, diese vor einer Beschlagnahmung ihrer Wohnung zu schützen, falls sie Kredite nicht bezahlen können. "Ich bin zuversichtlich, dass es eine Lösung geben wird", sagte EU-Währungskommissar Pierre Moscovici, der unlängst in Athen war.

Wenn ich mein Haus nicht mehr bezahlen kann, aus werlchem Grund auch immer, kommt auch kein Staat und hilft mir. Im Gegenteil.
Dreieich
 

Re: Griechenland

Beitragvon Wolf » Montag, 30. November 2015, 19:00:54

Griechischen Medien zufolge kam es über dem Ägäischen Meer allein in diesem Jahr rund 1.600 Mal zu Verletzungen des griechischen Luftraums seitens der Türkei und damit zu Scheinkämpfen zwischen türkischen und griechischen Kampfflugzeugen.
denen ergehts wie einst ddr mit brd
Wolf
 

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