Irak

Re: Irak

Beitragvon TomTom » Montag, 10. November 2014, 08:48:53

Wie auch immer. Die Amis fänden nachträglich nochmals eine Rechtfertigung für den Krieg und die "Geschädigten" sind sicher auf Entschädigung aus.
TomTom
 

Re: Irak

Beitragvon Hamann » Dienstag, 11. November 2014, 09:26:16

Nach den Luftschlägen sieht US-Präsident Barack Obama eine neue Phase im Kampf gegen die Terrormiliz gekommen. Er will seine Truppen im Irak verdoppeln. Kämpfen sollen diese jedoch nicht, sondern ihr militärisches Know-how weitergeben. Die US-Bevölkerung indes fürchtet bereits eine "Mission Creep" - eine unkontrollierte Ausweitung der Anti-Terror-Mission.
Seit Wochen fliegt eine US-Koalition Luftangriffe gegen die IS. Diese seien "sehr wirksam" gewesen, beteuerte US-Präsident Barack Obama in einem TV-Interview, nun sei es an der Zeit, weiter in die Offensive zu gehen. "Was wir jetzt brauchen, sind Bodentruppen, irakische Bodentruppen, die damit beginnen, sie zurückzudrängen."
Welch ein Träumer.
Denn: Als die ISIS vorrückten, streckte die irakische Armee vielerorts die Waffen. Einige sunnitische Kämpfer liefen über. Sie sahen keinen Grund, ihr Leben aufs Spiel zu setzen.
Warum soll sich das jetzt ändern ?
In Phase zwei sollen nun bis zu 1.500 zusätzliche US-Truppen in den Irak geschickt werden. Unterstützt von einigen hundert Ausbildern der anderen Koalitionstruppen sollen diese 1.500 Soldaten zwölf irakische Brigaden ausbilden, darunter auch drei der kurdischen Peschmerga. Dafür sollen verschiedene neue Ausbildungslager im Land entstehen, unter anderem in der umkämpften Anbar-Provinz. In der Nähe von Bagdad und dem kurdischen Erbil will die USA zwei Operationszentren aufschlagen.
Also US-Operationszentren die dann die Irakis befehligen ?
Für die USA bedeutet das einiges an Aufwand: Zwei Monate werden benötigt, um die Trainingslager zu errichten. Die Ausbildung selbst soll sechs bis sieben Monate dauern.
Aber: Mit jedem Tag, der vergeht, bekommt IS wieder die Chance, neuen Boden zu gewinnen. In 8 Monaten, wenn USA dan mit ihren irakischen Vasallen soweit sind, beherrscht IS unter Umständen schon den gesamten Irak und hat in Bagdad due US hörige Regierung entmachtet.
Zumal die USA das Problem haben, in recht kurzer Zeit eine multiethnische Truppe zu bilden. Aber so multi sind die Stämme dort nunmal nicht.
Läuft es wieder auf schiitisch dominierte Truppen hinaus, provozieren die USA einen erhöhten Widerstand bei den Sunniten und deren Unterstützung für IS.
Mit dieser Strategie steht Obama von vorn herein auf verlorenem Posten.
Hamann
 

Re: Irak

Beitragvon Visa » Mittwoch, 31. Dezember 2014, 17:27:50

Irakische Parlamentarier und Beamte werfen den USA vor, Milizen der Terrororganisation „Islamischer Staat“, gegen die die irakische Armee erbittert kämpft, regelmäßig mit Waffen und Lebensmitteln zu versorgen.
Dazu heißt eine Mitteilung:
Der Bürgermeister der irakischen Stadt Balad (80 km nördlich von Bagdad) Mufid Al-Baldawi informierte seinerseits, dass ein Apache-Kampfhubschrauber am vergangenen Freitag den im Dorf Al Hudeira eingeschlossenen IS-Terroristen einen Container mit Waffen und Munition abgeworfen habe. Der Bürgermeister rief die Regierung in Bagdad zur Ermittlung auf.
Schon länger kursieren Meldungen wonach USA sich die Gegner selbst züchtet für einen Kampf gegen US missliebige Regierungen ( Syrien, Al Kaida...)-

Guten Rutsch und Gesundes Neues...
Visa
 

Re: Irak

Beitragvon Marsmond » Montag, 12. Januar 2015, 11:44:46

Bereits letzte Woche hatte der irakische Abgeordnete und Mitglied des irakischen parlamentarischen Ausschuss für Sicherheit und Verteidigung, Majid al-Gharawi, in einer Pressekonferenz bekannt gegeben, dass laut seinen Informationen US-Transportflugzeuge regelmäßig Hilfslieferungen für den IS in der Provinz von Salahudin aber auch in den Nachbarregionen abwerfen.
Laut den weiteren Aussagen von Gharawi, versuchen die USA den Kampf gegen den IS absichtlich in die Länge zu ziehen, “um Garantien der irakischen Regierung zu bekommen, dass sie wieder Militärbasen in Mosul und der Anbar-Provinz etablieren können”.

Offenbar bleibt IS eine Kreaktur der US Geheimdienste.
Marsmond
 

Re: Irak

Beitragvon Ramos » Donnerstag, 22. Januar 2015, 23:07:24

Im Irak kam es zu ersten Kämpfen zwischen Milizen des IS und einer Spezialeinheit der Anti-IS Koalition. Angeblich waren die kanadischen Elite-Soldaten nur als vermeintliche Militärberater mit Offizieren der Irakischen Armee rein zufällig unterwegs. Rein zufällig als Spezialeinheit.
Dumm das der Einsatz nun auch noch publik wird.
Auch D will ja Militärberater der Bw in den Nordirak entsenden. Sicher auch als verdeckte Spezialeinheit.
Ramos
 

Re: Irak

Beitragvon Nordisk » Freitag, 13. Februar 2015, 08:50:13

Die Waffenlieferungen der Bw an die Kurden im Nordirak kommen von hier:

Materialdepot in Warenshof bei Waren/Müritz.
Sie haben keine ausreichende Berechtigung, um die Dateianhänge dieses Beitrags anzusehen.
Nordisk
 

Re: Irak

Beitragvon unterfeld » Freitag, 13. Februar 2015, 23:08:05

Im Westen des Irak greifen die Dschihadisten des Islamischen Staats einen Militärstützpunkt an, auf dem Hunderte US-Soldaten irakische Sicherheitskräfte ausbilden.
Damit sind US-Soldaten unter Beschuß.
Eigentlich sollte ein Zusammentreffen von Bodentruppen nicht stattfinden...
unterfeld
 

Re: Irak

Beitragvon Ramos » Montag, 16. März 2015, 11:25:35

Aus einer Analyse eines deutschen Historikers Pesek:

Zwar hätten die USA den Kalten Krieg gewonnen, aber nicht notwendigerweise ihre Verbündeten. Ein Beispiel dafür wäre der langjährige irakische Präsident Saddam Hussein gewesen, der während der 1980er Jahre noch einer der engsten Verbündeten der USA im Nahen Osten war. Er hatte im Jahre 1963 gegen die, aus Sicht der US-Administration zu sowjetfreundliche, Qasim-Regierung geputscht – sozusagen einen irakischen „Maidan“ durchgeführt, dabei hunderte Mitglieder der Irakischen Kommunistischen Partei ermorden lassen und die Ölfelder US-amerikanischen Unternehmen überlassen.
Im Jahr 1979, nach der Islamischen Revolution im Iran, wurde er dann nur noch als „unser Hurensohn“ instrumentalisiert. Er sollte stellvertretend für die USA Rache nehmen für den größten Fehlschlag der Außenpolitik Washingtons während des gesamten Kalten Krieges. Für seinen Krieg gegen den Iran wurde Saddam von den USA mit allem ausgestattet, was er zu benötigen meinte, selbst Chemiewaffen waren darunter.
Pesek vergaß in weiterer Folge jedoch nicht, darauf hinzuweisen, dass Saddam Hussein nach dem Ende des Kalten Krieges fallengelassen wurde wie eine heiße Kartoffel. Für die „Neue Weltordnung“, wie George H.W. Bush formulierte, und das Unterfangen des Neuaufbaus des Nahen Ostens, sei Hussein als Feind nützlicher gewesen denn als Freund. Die Falle bezüglich des Einmarsches in Kuwait als Prätext des Golfkrieges 1991, die Sanktionen und die Flugverbotszone folgten, bis dann 2003 die Invasion und ein weiterer Golfkrieg kam und der aus einem Erdloch als Versteck gezerrte Saddam Hussein in einer ziemlich würdelosen Nacht- und Nebelaktion hingerichtet wurde.

Pesek nannte darüber hinaus auch Mobutu Sese Seko im Kongo, der nach dem ebenfalls einem CIA-Drehbuch folgenden Putsch im Jahre 1965 der willfährigste US-Verbündete in ganz Afrika war, und an dem Washington nach dem Ende des Kalten Krieges, als es keinen Bürgerkrieg mehr in Angola und Mozambique zu führen gab, ebenfalls das Interesse verlor. Mobutu starb früh genug, um nicht das gleiche Schicksal wie Saddam Hussein zu erleiden .
Auch Noriega und Gaddafi, die in den 1980er und dann später in den 1990er Jahren von den USA instrumentalisiert wurden, sowie afghanische Mujahideen und Syriens Präsident Bashar al-Assad wurden von Pesek als abschreckende Beispiele angeführt.
Sie alle waren einst Instrumente der USA und mit Hilfe der CIA geboren.

( Im Prinzip wollte Rezek damit dem Poroschenko verdeutlichen wo der Hammer hängt und der Wind in der US Hauptstadt sich abrupt gegen ihn drehen kann.)
Ramos
 

Re: Irak

Beitragvon willy400 » Sonntag, 22. März 2015, 08:06:29

In der Analyse zu Entwicklungen im Irak steht heute:
Hussein stützte sich auf die Bath-Partei. Diese Partei hatte Nationnalsozialistische Ideologie. Als einer faschistischen.
Daraus resultierten dann die Eroberungskriege gegen Iran und Kuweit.
Hussein regierte in einen national-sekulären System und er regierte über einen Schattenstaat.

Trotzdem unterstützte USA den Irak 1980 im Krieg gegen Iran ?

Der US Krieg gegen Irak erfolgte (angeblich) aus 9/11, da Irak Unterstützer Al Kaida war. ( Aha )
Irak wurde dann von einer US-Administration regiert ( wie eben Ukraine jetzt auch ).
Erste Handlung: Verbot Bath-Partei und Ebene 1-6 der Partei unter Sanktion mit Entlassung und Beraubung der Pensionen. Auf einmal erfolgte damit über Nacht Entlassung von 65% der Mitarbeiter Ministerien. Oh erstaunen- auf einmal war Irak nicht mehr regiert.
Iraks Armee unter Hussein umfasste 450.000 Mann - USA setzte im Krieg nur 175.000 Mann ein. Handlungen dito- wie oben. Die Auflösung ging wieder zu Lasten der Sunniten.
Das waren dann 2 Kernschritte die Sunniten gegen US Admin aufzubringen und der bewaffnette Widerstand begann.
USA scheiterte mit Aufbau demokrat. Strukturen und übergaben Regierung an Schiiten und Kurden. Aber eben an nicht-gemäßigte Kurden.
Diese demokrat. Strukturen und Wahlen nach US-Vorbild ging jedoch an der Realität der Stammesstrukturen vorbei. Weil auch die aus USA eingeflogenen Exil-Iraker in der Regierung überhaupt keinen Rückhalt im Volk.
Unterm Strich haben USA nur Mist gemacht.
willy400
 

Re: Irak

Beitragvon Feldwebel » Samstag, 13. Juni 2015, 21:13:41

Ihr solltet das aus folgendem Blickwinkel betrachten, die USA hat die irakische Armee bewusst zerschlagen bei ihrer Invasion 2003, sie haben diese Truppe neu kreiert, fragt sich nur warum so schwach?
Vielleicht will die USA garnicht, dass der Flächenbrand erlischt?
Ich weis nicht ob jemandem der Dreiländer Plan für den Irak bekannt ist, aber die USA wollen den Irak in ein kurdischen, einen schiitischen und extrem wahabistischen Staat unterteilen, ganz nach dem Prinzip teile und herrsche und sie werden nicht aufhören diesen Plan zu verfolgen.
Feldwebel
 

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