Syrien

Re: Syrien

Beitragvon Augustin » Dienstag, 11. April 2017, 15:17:19

Igel hat geschrieben:Dem russischen Generalstab liegen eigenen Angaben nach Informationen vor, denen zufolge Kämpfer verschiedene Giftstoffe in die Stadt Chan Scheichun, nach Ost-Ghuta, in die Gegend westlich von Aleppo und an den Militärflughafen Jirah liefern. Ziel sei es, neue Raketenschläge der USA auf die syrischen Regierungstruppen zu provozieren.


Darum hat der russische Generalstab vor neuen Angriffen gewarnt. „Wir warnen, dass solche Schritte unzulässig sind“, erklärte Generaloberst Sergej Rudskoj, Chef der Hauptverwaltung Operatives im russischen Generalstab.
Augustin
 

Re: Syrien

Beitragvon Förster » Montag, 01. Mai 2017, 14:56:52

Russland hat vorgeschlagen, in Syrien insgesamt vier Zonen zum Spannungsabbau einzurichten.
Wie eine anonyme Quelle in der syrischen Opposition am Montag mitteilte, sollen diese Zonen in der Provinz Idlib, nördlich der Stadt Homs, in Ost-Ghuta und im Süden des Landes entstehen.
Der erste Schritt zur Teilung Syriens-
Förster
 

Re: Syrien

Beitragvon Paulus » Freitag, 12. Mai 2017, 18:15:15

Die größte Sicherheitszone soll im Norden Syriens entstehen. Dazu gehören die an die Türkei grenzende Provinz Idlib sowie die nordöstlichen Gebiete der Provinz Latakia, die westlichen Gebiete der Provinz Aleppo und die nördlichen Gebiete der Provinz Hama.
Idlib wird dem Vernehmen nach an die Türkei gegen.
Kann passieren das Türkei das Gebiet später nicht mehr freigibt. Weil die Türkei dann ihrem Ziel etwas näher kommt diese syrischen Gebiete entlang der Grenze einzuverleiben.
Paulus
 

Re: Syrien

Beitragvon Ecki » Montag, 03. Juli 2017, 15:36:18

Nachrichten die zu Denken geben:

Der berüchtigte Henker des „Islamischen Staates (IS), Lavdrim Muhaxheri, der vermutlich vor wenigen Wochen in Syrien getötet wurde, hatte Medienberichten zufolge zuvor bei der Nato-Mission in der abtrünnigen serbischen Provinz Kosovo gearbeitet.
Der Kosovoalbaner, der für IS-Propagandavideos persönlich Christen, Schiiten und Alawiten geköpft habe, sei gemeinsam mit seinen rund 20 Leibwächtern bei einer russisch-syrischen Militäraktion im Raum Idlib eliminiert worden, berichtet die griechische Zeitung pronews.gr, ohne allerdings ihre Informanten zu nennen. Nach Angaben des Blatts hatte Muhaxheri kurz vor seinem Tod vier Monate in Europa verbracht, wo er Albanien und den Kosovo besucht hatte.
„Als bekannt wurde, dass Muhaxheri tot ist, besuchte Lutfi Zharku, der Infrastrukturminister des kosovarischen Pseudo-Staates, die in Kaçanik lebende Familie des führenden IS-Terroristen, um persönlich sein Beileid zu äußern“, schreibt pronews.gr.
Der Vorsteher der islamischen Gemeinde Kaçanik (Südkosovo), Florim Neziraj, habe Muhaxheri öffentlich als „großen Islam-Krieger“ gewürdigt und seinen Tod als bedauernswert bezeichnet, so das Blatt.
Früheren Medienberichten zufolge hatte Muhaxheri (auch bekannt als Balkan-Henker und Abu Abdullah al-Kosova) für die Nato gearbeitet, bevor er sich dem IS anschloss. Im Dezember berichtete die italienische Zeitung „Espresso“ unter Berufung auf den italienischen Geheimdienst, dass der Henker aus Kaçanik im Stützpunkt der Nato-geführten Kosovo-Truppe (Kfor) in Bondsteel und davor für die Nato-Truppen in Afghanistan tätig gewesen sei.

Erstaunlich wie weit in Europa hinein diese Islamisten veehrt werden.
Und: wenn er soviel mit der Nato zu tun hatte, war er gar für den Westen im IS tätig ? Bei 20 Leibwächter ist man nicht nur der Henker.
Ist doch schon sehr lange davon die Rede, dass IS ein Erzeugnis der USA/des Westen ist. Für mich findet sich in dieser Nachricht wieder eine Bestätigung dafür.
Ecki
 

Re: Syrien

Beitragvon Lutger » Samstag, 15. Juli 2017, 17:11:20

NOTAM-Meldung

berichtet, dass die russische Marine am 14., 19., 21., 26. und 28. Juli vor Syriens Küste Militärübungen mit Raketenschießen abhalten soll.

Die Informationen über russische Marineübungen im Mittelmeer bedeuten laut dem russischen Experten Michail Nenaschew, dass Russland Angriffe auf Stellungen der Terroristen in Syrien vorbereitet und mittels NOTAM Schiffe und Flugzeuge aus dem gefährdeten Gebiet fern hält.
Lutger
 

Re: Syrien

Beitragvon alteami » Mittwoch, 26. Juli 2017, 15:40:18

Eine der perfidesten Propagandalügen des Syrienkriegs ist Mitte Juli vom Landgericht Hamburg quasi legitimiert worden. Das Urteil erlaubt Mainstream-Medien Fake-News zu verbreiten. Dagegen müssen Blogger oder Facebook-Nutzer damit rechnen, dass ihre Meinungen gelöscht oder verboten werden.

Die twitternde siebenjährige Bana Alabed aus Aleppo wurde im vergangenen Herbst von Medien weltweit zur syrischen Anne Frank gemacht. Die Tweets des Mädchens wurden sogar in der Tagesschau der ARD zitiert. Die „Harry Potter“-Autorin Joanne K. Rowling griff Banas Tweets auf und sorgte für einen weiteren Popularitätsschub. Es gibt keine empirischen Belege dafür, dass diese Story das Blatt der Berichterstattung über den Syrienkrieg entscheidend gegen den Präsidenten Bashar al Assad gewendet hat. Jedoch dürften die millionenfach verbreiteten Tweets des Mädchens durchaus viele Menschen berührt haben. Das „Time“-Magazin hat Bana Alabed zu einem der „25 einflussreichsten Menschen im Internet“ gewählt.
Schon bald kamen jedoch Zweifel auf, dass eine Siebenjährige in perfektem Englisch aus dem umkämpften Aleppo twittert. Die Sprache schwankt zwischen sehr erwachsenen Statements und eingestreuten kindlichen Gefühlen. Die Tweets der kleinen Bana stecken voller Ungereimtheiten und Ungeheuerlichkeiten. In Videos ist zu sehen und zu hören, dass sie eigentlich sehr schlecht Englisch versteht und spricht und unmöglich ausgefeilte Statements zu Politik oder Technik verfassen könnte. Ebenso ist – trotz des grausamen Leids in Syriens Kriegsgebieten – kaum vorstellbar, dass die Siebenjährige mit ihren Altersgenossen Fotos und Videos Toter und Verletzter austauscht, die sie auf Twitter postet. Banas politisch einseitige Wertungen richten sich meist gegen den russischen Präsidenten Wladimir Putin und Assad.
Auch beeindruckt das Kind mit Hashtags wie #HolocaustAleppo. Gerade hat die Achtjährige, die inzwischen mit ihrer Familie in der Türkei lebt, ihr erstes Buch geschrieben. Natürlich auf Englisch.
Bei Bildern von Kindern im Krieg sollten eigentlich immer die Alarmglocken schrillen. Die Wahrheit über das Mädchen aus Aleppo kam bereits vergangenes Jahr ans Licht: Der Twitter-Account wurde von Banas Mutter, einer Englisch-Lehrerin geführt. Sie ist mit einem Sharia-Rechtsgelehrten verheiratet.
Die Mutter hat die Tochter als Sprachrohr benutzt, um Propaganda zu verbreiten. In Deutschland wäre dies wahrscheinlich strafbar. Da sich Journalisten seinerzeit nicht mehr ins umkämpfte Aleppo trauten, wurde diese „Quelle vor Ort“ allerdings dankbar von den Weltmedien verbreitet und zitiert.

Das Landgericht Hamburg erließ nun am 17. Juli eine einstweilige Verfügung, die dem Blogger unter Androhung einer hohen Geldstrafe verbietet, den „Stern“ und seinen Autor als Nachrichtenfälscher und Fake News-Produzenten zu bezeichnen und zu behaupten, dass die Klagesteller „Falschmeldungen zu Propagandazwecken“ produzieren. Das Hauptargument des Gerichtes ist, dass Bernert nicht nachweisen könne, dass der „Stern“-Autor mit Absicht Falschmeldungen verbreitet hätte. Also Fake News aus Versehen? Hat der Drewello einfach nur schlecht gearbeitet? Nach Ansicht seines Arbeitgebers nicht einmal das. Die „Stern“-Story ist noch immer unkommentiert und unkorrigiert in der Online-Ausgabe des Magazins zu finden.
Für den Blogger Bernert ist dieses Urteil ein Schock. Die Verfahrenskosten belaufen sich auf geschätzt 5.000 bis 10.000 Euro. Er gibt im Moment keine Interviews, will aber nicht kapitulieren und zusammen mit seinem Anwalt Markus Kompa in einer höheren Instanz gegen das Urteil in Berufung gehen. Anwalt Kompa bezeichnet den Prozess als „materiellrechtlich, prozessual und politisch absurde Farce.“

Diese Justizposse mutet ein wenig wie der Kampf David gegen Goliath an.

Und das sind dann die ach so verlässlichen Quellen der Westmedien zu Giftgasangriffen der Syr. Armee etc...
Und das sind dann die ach so (angeblich) unabhängigen deutschen Richter.... die heranlassen eine neue Hoheitsdeutung der Wahrheit schaffen.


alteami
 

Re: Syrien

Beitragvon Engels » Montag, 28. August 2017, 13:28:57

Die Lage in Syrien scheint sich zuzuspitzen.
USA hindern Assad-Truppen an Vormarsch zu den Ölfeldern. Unter Ausnutzung kurdischer Kämpfer.
Die Stadt Deir ez-Zor und die nahe gelegenen Ölfelder sind das Hauptziel der Assad-Truppen und der russischen Gruppierung, die gegen IS-Einheiten im Südosten Syriens kämpfen.
Die Agentur Al Ain News berichtete am Sonntag, dass im westlichen Teil der Provinz Deir ez-Zor Fallschirmjäger der US-geführten Koalition gelandet seien. Das offizielle Ziel sei die Rettung friedlicher Einwohner sowie das Sammeln von Informationen. Doch anscheinend gehe es um größere Ziele. Die Demokratischen Kräfte Syriens, die vorwiegend aus kurdischen Selbstverteidigungseinheiten bestehen, hätten erklärt, dass die Offensive auf Deir ez-Zor gleichzeitig mit der Militäroperation zur Befreiung Rakkas erfolgen werde. Damit würden die Kurden und die USA Gebiete ergreifen wollen, die reich an Öl und Gas sind.
So ganz uneigennützig zur Rettung der Bevölkerung scheint der gesamte US-Einsatz in Syrien doch nicht zu sein.
Die Demokratischen Kräfte Syriens werden demzufolge von Plattformen in der Provinz al-Hasaka aus vorrücken. Ihr erstes Ziel werde die Einnahme der Stadt al-Majadin sein, die am rechten Ufer des Euphrats liegt. Diese Pläne würden jedoch den russisch-amerikanischen Vereinbarungen darüber widersprechen, dass die Koalition und die Demokratischen Kräfte Syriens nur in Gebieten agieren dürfen, die östlich von Euphrat liegen. Zudem werde ihre Umsetzung der Offensive der Regierungstruppen schaden, was unverzüglich zu Zusammenstößen mit den Einheiten der Demokratischen Kräfte Syriens führen werde.
Die Schwierigkeit der Situation für Russland und Syrien besteht darin, dass die IS-Einheiten, gegen die die Assad-Armee und die US-geführte Koalition kämpfen, aus rund 9000 Kämpfern bestehen. Zugleich zählen die Terrorgruppierungen, die im zentralen und westlichen Teil Syriens agieren, gegen die nur Damaskus kämpft, etwa 25 000 Kämpfer.
Damit müssten Assad-Truppen nicht nur gegen den IS, sondern auch gegen andere Gruppierungen kämpfen, die natürlich Kräfte rauben und die „Generaloffensive“ auf Deir ez-Zor stören würden.
Engels
 

Re: Syrien

Beitragvon Demeter » Donnerstag, 07. September 2017, 15:55:04

„In den letzten Wochen im August wurden vor dem Hintergrund der Erfolge der syrischen Regierungstruppen im Osten Syriens eine Reihe der US-Geheimdiensten unterstellten IS-Feldkommandeure dringend aus Deir ez-Zor in Sicherheit gebracht“, so ein Sprecher. Dies sei gemacht worden, um die Erfahrung der Kämpfer in anderen Gebieten einsetzen zu können.
So habe ein Hubschrauber der US-Luftwaffe spät am 26. August in der Nähe der Ortschaft Treif nordwestlich von Deir ez-Zor zwei IS-Feldkommandeure „europäischer Herkunft“ mit deren Familienmitgliedern abtransportiert.
Sie an, europäischer Herkunft. Seltsam, angeblich kämpft die USA in Syrien gegen IS. Wenn es um die Wurst geht werden Einheitsführer jedoch gerettet und/oder ausgeflogen. Dann zeigt sich wieder wem IS wirklich untersteht.
IS wird so etwas wie fünfte Kolonne der US-Falken um die Welt in Atem zu halten und um Vorwände für militärisches Eingreifen zu USA künstlich zu erzeugen.
Demeter
 

Re: Syrien

Beitragvon Nordpol » Freitag, 22. September 2017, 20:36:22

Der Leiter der operativen Hauptverwaltung des Generalstabs der russischen Streitkräfte, Generaloberst Sergej Rudskoi, machte am Mittwoch eine Aufsehen erregende Verkündigung.
Ihm zufolge haben US-Sicherheitsdienste eine Offensive von unversöhnlichen Extremisten mit Dschebhat an-Nusra an der Spitze in der Deeskalationszone Idlib initiiert, wo der Versuch unternommen wurde, Einheiten der russischen Militärpolizei anzugreifen. Laut Generalstab hatte der Angriff der Terroristen zum Ziel, die sich erfolgreich entwickelnde Offensive der Regierungstruppen östlich von Deir ez-Zor zu stoppen. Der russische Truppenverband in Syrien mit Generaloberst Sergej Surowkin an der Spitze konnte die Situation ändern. Die Spezialeinheiten wehrten die Angriffe der Extremisten ab. Allerdings bezeichnete das Pentagon die Verkündigungen des russischen Generalstabs darüber als unbegründet, dass die US-Regierung Unterstützung für die al-Nusra Front leistete als diese die russischen Militärs in der Zone Idlib attackierte.

Nun die russische Reaktion: Falls sich die Situation nicht ändert, können die Gegenschritte Damaskus und Moskaus natürlich nicht nur Extremisten, sondern auch Militärs der USA treffen, die in den Reihen der Opposition vorgehen.
Bedeutet: Russland ist bereit zum Kampf gegen US-Spezialkräfte

Selbst in Syrien wird der Tanz auf des Messers Schneide immer komplizierter.
Nordpol
 

Re: Syrien

Beitragvon potsdamer » Donnerstag, 28. Dezember 2017, 22:00:43

Washington hat einen Plan für Waffenlieferungen an die syrischen Kurden in Höhe von Hunderten Millionen Dollar gebilligt.

Russlands Schritte zur Einleitung eines Friedensprozesses in Syrien können durch die USA verhindert werden, die im Nahen Osten ihre eigenen Interessen haben. Arabische und kurdische Quellen berichten, dass Präsident Trump Waffenlieferungen im Wert von 393 Millionen Dollar an die Demokratischen Kräfte Syriens gebilligt hat, die im Kern aus den kurdischen Selbstverteidigungseinheiten (PYD) bestehen.

Syrische Medien berichteten, dass in Aleppo in der vergangenen Woche eine Konferenz der kurdischen Einheiten stattfand, die die territoriale Integrität des Landes unterstützten.

Die amerikanische Zeitung „Daily News” berichtete, dass sich die Militärhilfe an die syrische Opposition in dem von Trump unterzeichneten Verteidigungsetat für das kommende Jahr auf 500 Millionen Dollar belaufen wird, weil Washington neben Waffenlieferungen (393 Millionen Dollar) auch syrische Extremisten ausbilden will, wozu mehr als 100 Millionen Dollar ausgegeben werden.
Insgesamt wird es im kommenden Jahr 2018 mehr als 30.000 proamerikanische Extremisten geben. Es handelt sich also um eine schlagkräftige Armee, die einen großen Bürgerkrieg gegen das Assad-Regime entfachen kann.

Die Situation erschwert sich dadurch, dass viele Einheiten der Freien Syrischen Armee, besonders jene, die gegen die Demokratischen Kräfte Syriens kämpfen, von der Türkei unterstützt werden. Wie Medien unter Berufung auf türkische Quellen am Dienstag berichteten, versammelten sich die Anführer von mehr als 50 syrischen Stämmen in Reyhanly, wo sie die Zusammenarbeit mit den von Ankara unterstützten Extremisten der Freien Syrischen Armee gegen die Regierung Syriens sowie kurdische YPD-Einheiten besprachen.
potsdamer
 

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