TTIP

Re: TTIP

Beitragvon Vize » Sonntag, 30. Oktober 2016, 21:07:11

Naja, heute ist dann CETA mit Kanada unterzeichnet worden. Nachdem die 28 EU-Botschafter die belgischen Ergänzungen bestätigt haben. Entscheidungsbefugnis ist doch sehr niedrig angelehnt. Auf alle Fälle hat der Gesamtvorgang eher mein Misstrauen gegenüber EU-Institutionen wesentlich erhöht.
Vize
 

Re: TTIP

Beitragvon dozent » Mittwoch, 02. November 2016, 10:12:17

Erstaunlich wenn jetzt in den Medien auch kritische Stimmen in Kanada zum CETA auftauchen. Auch in Kanada sollen insbesondere Landwirte und Fischer gegen CETA protestiert haben. Im Vorfeld wurde medial der Eindruck erweckt das in Kanada alles Friede Freude Eierkuchen wäre und nur in Europa einige wenige Quertreiber säßen.
Das alles ist mir sehr suspekt und zeigt doch einmal mehr wie Medien von Oben gesteuert werden.
dozent
 

Re: TTIP

Beitragvon Nano » Dienstag, 22. November 2016, 13:51:25

Trump kündigte in einer Videobotschaft an, bereits am ersten Amtstag das Freihandelsabkommen TPP mit asiatischen Staaten aufzuheben. Ein mutiger Schritt. Aber was steckt wirklich dahinter ?
Dieser Schritt bedeutet faktisch das Aus von TTIP. Von dem viele Bürger zuvor der Meinung waren, es wäre schädlich für D/EU und seine Bürger. Jetzt sagt Trump, die Abkommen sind sehr schädlich für USA.
Ich würde zu gern wissen welche Kräfte in den USA das Steuer auf enmal herumreißen.
Nano
 

Re: TTIP

Beitragvon Lerche » Freitag, 20. Januar 2017, 21:43:04

Die USA werden aus der Transpazifischen Partnerschaft (TTP) zwischen zwölf Ländern der Region nach dem Willen des Weißen Hauses aussteigen. Das geht aus einem am Freitag in Auszügen veröffentlichten Programm der neuen US-Administration hervor.
Zudem sind die US-Behörden gewillt, das Abkommen über eine nordamerikanische Freihandelszone zu prüfen. Möglicherweise wird Washington auch dieses Abkommen aufkündigen.
Ich denke, damit geht auch das Vorhaben TTIP den Bach herunter.
Lerche
 

Re: TTIP

Beitragvon Vize » Freitag, 10. Februar 2017, 18:04:00

Das Ceta-Abkommen zwischen der EU und Kanada steht kurz vor der entscheidenden Abstimmung im EU-Parlament. Ausgerechnet jetzt sagt Kanadas Außenministerin Freeland, bei den Verhandlungen geschauspielert zu haben.
Kanadas Premierminister Justin Trudeau ist der Sonnyboy unter den Regierungschefs, und sein Auftritt vor dem Europaparlament am kommenden Donnerstag soll eine Art Ehrenrunde werden. Denn schon am Tag zuvor stimmen die Parlamentarier über das Handelsabkommen Ceta ab. Es gilt als nahezu sicher, dass die Abgeordneten den Vertrag absegnen - trotz des Widerstands von Linken, Grünen und Teilen der Sozialdemokraten. Ceta wäre dann vorläufig in Kraft, es müsste dann noch von den nationalen Parlamenten ratifiziert werden.
Jetzt aber drohen sich Misstöne in den Besuch zu mischen - denn Kanadas Außenministerin Chrystia Freeland hat offenherzig verraten, wie sie in den Verhandlungen mit den Europäern ihre Schauspielkünste eingesetzt hat. Im vergangenen Jahr war sie noch Handelsministerin und damit zuständig für Ceta.
Am 21. Oktober war es zum Höhepunkt des Dramas gekommen, dass die Wallonie verursacht hatte. Die kleine Region hat dank der Struktur Belgiens die Macht, Ceta mit einem Veto zu Fall zu bringen - und drohte, sie zu nutzen. Als die Wallonen selbst unter größtem Druck nicht nachgaben, verließ Freeland die Verhandlungen - und erzählte mit tränenerstickter Stimme vor laufender Kamera, wie traurig sie darüber sei, dass Europa selbst mit einem so freundlichen und geduldigen Land wie Kanada kein Abkommen schließen könnte.

Bei einem Besuch in Washington gab Freeland nun aber eine andere Version zum Besten. "Es war sehr wichtig, beim Hinausgehen nicht wütend zu wirken, weil wir wollten, dass die Wallonen sich schuldig fühlen", sagte Freeland nach Angaben mehrerer kanadischer Medien. "Sie wissen schon: 'Wir Kanadier, wir sind so toll, wir sind so nett'." Sie habe eher einen "Ich bin traurig"- als "Ich bin wütend"-Ton treffen wollen.
Das hat offensichtlich bestens funktioniert: Die Europäer hätten sie anschließend geradezu angefleht, zu den Verhandlungen zurückzukehren. "Hinauszugehen war wichtig, weil es eine Krise verursacht hat und sie zu deren Problem gemacht hat", sagte Freeland laut einem Bericht der Zeitung "Globe and Mail". In den 24 Stunden danach hätten die Europäer sie angerufen und gesagt: "Bitte gehen Sie nicht nach Hause, bitte, es tut uns so leid, Sie haben absolut Recht, wir kriegen das hin."
Und am Ende, sagte Freeman, "haben sie es getan."

"Letztlich ist das aber egal", so (EU) Caspary. "Wichtig ist, dass wir Ceta jetzt endlich beschließen." Ohnehin seien die Wallonen und ihr Regierungschef Paul Magnette für die Krise im Oktober verantwortlich gewesen. "Was Magnette abgezogen hat, war untragbar und unredlich", meint Caspary. "Die Wallonie war frühzeitig eingebunden, hat ihre Hausaufgaben aber nicht gemacht und dann ganz Europa in Geiselhaft genommen." Es sei "bemerkenswert" gewesen, dass Freeland sich als Ministerin eines Drittlands in die Niederungen der EU-Regionalpolitik begeben habe.

Anders äußerte sich der Grünen-Finanzpolitiker Sven Giegold. "Europäische Politiker sollten sich nicht von den Tränen der kanadischen Ministerin beeinflussen lassen, sondern von den Stimmen Hunderttausender Europäer, die Ceta ablehnen." Wie wichtig das sei, lasse sich daran erkennen, dass in den USA Donald Trump zum Präsidenten gewählt wurde: "Noch mehr Handel ohne starke soziale Regeln wird noch mehr Trumps erzeugen."© SPIEGEL ONLINE

Genau so ist es. Welche Wahl hat denn das Volk diese abgekarterten Geschäfte bestimmter Schichten ( Machte-Eliten) zu stoppen ?
Vize
 

Re: TTIP

Beitragvon klaasen » Mittwoch, 31. Mai 2017, 13:23:08

USA ist bereit über TTIP zu verhandeln.
Sicher kommt der europäische Jubel zu früh. Denn ( so sehe ich es ) könnte der Vertrag nur aus einem Blatt bestehen und drauf steht
" Amerika First ". Denn auf nichts anderes wird sich Trump einlassen. Mit dem Freihandel aus europ. Sicht hat er eh n icht viel am Hut.
klaasen
 

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