Funkverbund des Kdo LSK/LV

Funkverbund des Kdo LSK/LV

Beitragvon Olli K » Dienstag, 10. Oktober 2017, 11:13:37

Das Funkverbundsystem des Kdo LSK/LV soll in der NVA einzigartig gewesen sein. Hier konnten mehrere Führungsstellen der LSK/LV Senderkapazitäten in mehreren Funksendezentralen gleichzeitig nutzen. Wann wurde dieses System so geschaffen ? Welche Vorteile entstanden gegenüber der Altvariante ?
Eventuell kann hier etwas zum Funkverbundsystem und deren Nutzung beigetragen werden.
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Re: Funkverbund des Kdo LSK/LV

Beitragvon Gerhard » Dienstag, 17. Oktober 2017, 23:51:42

Eine Neuheit war die Sendernutzung in Limsdorf durch Marxwalde. Extra Leitungen für Taste/MOD und Fernwirk geschalten. Das war dann aber schon Ende der 1980ger Jahre.
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Re: Funkverbund des Kdo LSK/LV

Beitragvon Manne747 » Montag, 23. Oktober 2017, 11:01:11

Das Funkverbundsystem LSK/LV wurde 1980/81 geschaffen. Vom ZGS/ZWGS Tast- und Modleitungen zu den Funksendeämtern (FSA) der 1. und 3. LVD
sowie das Gleiche von den GS 1. und 3.LVD zum FSA des ZGS. Damit konnte der Sendebetrieb bei Ausfall oder bei Wartung eines FSA von
einem Anderen fortgesetzt werden. So der Sinn des Ganzen.
Die Tast- und Modleitungen wurden nur in einer Richtung betrieben (zum Sender hin). So konnte die Rückrichtung des Übertragungskanals
für eine Leitung gleicher Verwendung genutzt werden. Also z.B. von einer Mod-Ltg. vom ZGS zum GS 1.LVD und dort weiter zum FSA Calau
wurde die Rückrichtung vom GS 1.LVD zum ZGS genutzt um dann zum FSA Limsdorf geschaltet zu werden.
Die Leitungen wurden über das Ri-Fu-System betrieben, da Abhörsicherheit keine Rolle spielte.
Die grundsätzliche Idee, von einem Gefechtsstand alle FSA betreiben zu können, kam von OSL Enke (Leiter UA Funk beim CNF) und wurde 1979
an mich herangetragen. Ich brauchte ein Thema für meine Ing-Arbeit und habe dieses gern genommen.
Ein gutes Jahr später konnte ich dann als Leiter Schaltbefehlstelle CNF die Theorie in die Praxis umsetzen. Perfekt.
Manne747
 
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Re: Funkverbund des Kdo LSK/LV

Beitragvon nr14fan » Samstag, 28. Oktober 2017, 22:41:34

Hier ist etwas zum Funkverbund zu lesen.

http://www.nachrichtenbetriebsamt.de/fuverb.htm

Schematas sind immer etwas schematisch, da die Staffelschaltungen der WT-Grundleitungen und MOD-Leitungen nicht erfasst werden. Im Prinzip lagen an jeder der 5 Funksendestellen sämtliche Tast/MOD-Kanäle an. Auch wenn offiziell durch Zuweisung und Bestückung bestimmte Kanäle je Sendezentrum zugewiesen waren.
Ich glaube eine Änderung nach Umbau FSA-1 führte dann zu Abweichungen von der urprünglichen Version. Wegen Einführung KSG1300 und Fernwirkleitungen. Die sich nicht staffeln ließen.
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Funkverbund

Beitragvon Fritz2009 » Samstag, 17. Februar 2018, 22:04:52

Irgendwo hatte ich mal gesehen das im Net ein wichtiges Würstchen Limsdorf im Funkverbund MfNV darstellte. Was für ein Funkverbund ? Nach meiner Ansicht war nur ein echtes Funkverbund aktiv und zwar das vom LSK/LV.


Zum Ende der 1980ger erhielt Limsdorf 2 Leitungen im Interesse MfNV:
XTL 0231 für Tastunk und XT 0233 für Funkfernschreib
Dazu XDL 0232 als Dienstleitung zum Wachleiter BAS.
Die Leitungen konnten direkt aus Hauptnachrichtenzentrale oder bei Weiterschaltung aus Harnekop genutzt werden. Waren im Normalfall dort ungenutzt auf Kreuzschaltfeld. Liefen also nicht über 448 Kunersdorf.
So etwas ist kein Funkverbund in dem das Signal jederzeit von jedem Senderstandort abgenommen werden kann. Zumal 001 oder 008 für MfNV von 161 eh nicht gesendet werden könnten da 161 selbst Senderstandort der Netze für Kdo LSK/LV war-

Jedoch waren keine Sender vorreserviert. Bedeutet, jede eventuelle Nutzung hätte erst über DNF ZGS eingetaktet werden müssen.
Fernwirk war auch nicht vorgesehen.
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Re: Funkverbund des Kdo LSK/LV

Beitragvon Schelle » Sonntag, 01. April 2018, 18:11:15

Fernwirk
Einige Richtungen war Fernwirk auf separate WT Grundleitungen gelegt für 200 Baud. Wie ZGS /ZWGS zum FSA-1.

Auf Ebene LVD bzw. 51. FRBr kenne ich Mehrfachausnutzung einer WT Grundleitung 100 Baud mit Bsp: K1-6 = Tastleitungen ... K7-12 = Fernwirk...

Wenn das FSA Tast /MOD und Fernwirk seinen Sendern zugeordnet hatte, stellte der Sendewart diese Sender in B1 bereit.
Nachfolgend konnte von Funkarbeitsplätzen (oder LVF) die Sender im Fernwirk an/aus (B1)... heute Stand by... schalten...... konnte Betrriebsart wählen (A1 oder ...).... konnte Frequenzwahl/Frequenzwechsel vornehmen....
Das war alles irgendwie eine Erleichterung im Dienst und Zeitverkürzung bei Handlungen.... da nicht für jeden Pups der Sendewart im FSA kontaktiert werden musste...

In der Übertragung auf der Fernwirkleitung war ja immer ein WT-System (VWT-72) das Übertragungsmedium.... konnte eine codierte Übertragung dort nur in "Fernschreibsignalen " erfolgen...
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