U-700 Serie

U-700 Serie

Beitragvon Uwe P. » Samstag, 31. Oktober 2015, 14:04:24

In den 1980-ern hatten wir ja schon recht gute Funktechnik. Jeder Postenm. Diensthabende Bereitschaftskräfte ohne Telefon u.a. konnte mit dem tragbaren UFT771 ausgerüstet werden und in Fahrzeugen oder auf der Führungsstelle war das leistungsstärkere (bis 40W) UFS772 verbaut. Ich möchte an dieser Stelle das UFT771 vorstellen. Schwachpunkte dieses Geräts waren die Akkus, meist hielten sie die 8h Dienst nicht durch, aber ein zweiter Akkusatz war ja immer „am Mann“. Häufig waren die Geräte auch mit einem roten Gummi gegen das Aufklappen der unten angebrachten Akkuklappe gesichert. Dies führte nämlich zum unbemerkten Verlust der Akkus und damit zum unbemerkten „nicht erreichbar“.
Die Sende- und Empfangsleistung der tragbaren Geräte war mehr oder weniger ausreichend, die fest eingebauten UFS waren richtig gut. Wir hatten auf der FüSt HFS-5 manchmal sogar Funksignale aus entfernteren Orten empfangen. Für bestimmte Abschnitte reichte es locker aus, Reichweiten konnten mit einem Fahrzeug und einem weiteren UFSvergrößert werden.

Hier ein paar technische Daten unserer Handfunkgeräte UFT771. Die UFT721 waren übrigens Geräte für das 2m-Band, die hatten wir auch--- jedoch besonders VP, Reichsbahn etc..

Sendeleistung: 0,5W
Empfindlichkeit: 0,7 Mikrovolt 12dB
Frequenzbereich: 440 MHz - 470 MHz, 70cm-Band
Kanalabstand: 25 kHz
Modulation: G3E (Phasenmodulation)
Nennfrequenzhub: 3kHz
Betriebsart: Simplex FS = FE
Frequenzen: 12 Kanäle bequartzt
K1 = 442,550; K2 = 442,850 - K12 im 25kHz Raster
aufwärts (FG 705)
oder K1 = 442,550; K2 = 443,075 - K12 im 25kHz Raster
aufwärts (FG 706)
Ruf: Eintonruf
Betriebsspannung: 9,6V ; 2 NiCd-Akkus mit 4,8V
Schutzgrad: IP44
Abmessungen:
UFT771 (B/H/T) 90/200/52mm, 0,95 kg;
UBT70.1 (B/H/T) 54/143/57mm, 0,4 kg
Reichweite: bis ca. 5 km
Hersteller: VEB Funkwerk Köpenick, Berlin

Standard-Lieferumfang:
Sende- und Empfangsgerät UFT771
Bedienteil UBT70.1
Stabantenne UAT773
Trageriemen
Batteriesatz 500 mAh, 2 NiCd-Akkus mit je 4,8V
Erzeugnisunterlage
Garantieurkunde
Werkabnahmeprotokoll
Uwe P.
 

Re: U-700 Serie

Beitragvon colonel » Samstag, 31. Oktober 2015, 14:07:10

Bei Lage der Antenne auf den Gittermast war Reichweit wohl nicht verwunderlich.
colonel
 

Re: U-700 Serie

Beitragvon Arno » Samstag, 31. Oktober 2015, 14:13:11

die U-700 war echt in Fortschritt in Sachen Kommunikation mit fliegenden Führungsstellen. Damit konnte eben die Vermittlung ins Telefonnetz für den Mi-9 Gefechtsstand erstmals ordentlich gesichert werden.
Arno
 

Re: U-700 Serie

Beitragvon Hirsch » Donnerstag, 09. November 2017, 20:54:14

dieses Funksystem von RFT war für die damaligen Verhältnisse doch sehr fortschrittlich.
Das System war in mobil und stationär einsetzbar, sowie in 2 Meter, 4 Meter und 70 Zentimeter unterschieden.
Einzelnen Komponenten waren zueinander kompatibel. Was heute beim Digitalfunk möglich ist, war schon damals in der DDR mit Analogfunk möglich. Einzel- und Gruppenruf, Draht - Funk- Verbindungen, Anrufkennung und ähnliches.
Bereits das Funksystem U 600 war in fast allen Zweigen der Volkswirtschaft bzw. der Landesverteidigung in der DDR vertreten. Der Aufbau und die Wirkungsweise war fast immer gleich und unterschied sich nur in der Vergabe der Funkfrequenzen im jeweiligen Frequenzband.
Das U 700 Gerätesystem wurde Anfang der 80ziger Jahre eingeführt. So u.a. bei der Deutschen Volkspolizei (2m) aber auch bei den GT der DDR (70cm).

Herausragend war damals die Einrichtung einer Überleitstelle in der Funküberwachung des NBA. Diese Überleitstelle konnte Sprechverbindungen von HS-Führungsstelle Mi-9 ins Telefonnetz überleiten. Aber auch von den Mi-8 der Salonversion. GO Reinhold hatte das System vom Hubi aus persönlich getestet.
Für die Version der Mi-9 war dann eine Mi-9 mal 1 Tag auf dem HULAP des Kommando und dann mussten die Verbindungen in den verschiedensten Versionen getestet werden.
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Re: U-700 Serie

Beitragvon gerd » Freitag, 10. November 2017, 12:21:58

UFT 721 und 771 habe ich noch etliche da. Alle in gutem Zustand, funktionsfähig. Eigentlich gute Geräte.
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Re: U-700 Serie

Beitragvon Vitte » Freitag, 10. November 2017, 22:11:42

Können die Geräte auch untereinander und ist das Frequenzband nutzbar ? Nicht das man dann im BOS-Funk.....
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Re: U-700 Serie

Beitragvon gerd » Samstag, 11. November 2017, 11:45:09

Ja, die 2m Geräte und die 70cm Geräte haben jeweils die gleiche Bequarzung und sind nicht im heutigen BOS Bereich, aber die BW ist teilweise im Bereich. Nutzen darf man diese dennoch nicht ohne Frequnzzuteilung der BNA....
Ich habe halt eines der letzten NVA Materealdepos für allerlei Geräte, Technik etc. bei mir Zuhause. Wollte ja schon mal Y-Tours fragen, ob ich ihnen etwas verkaufen soll... :lol:
Zuletzt geändert von gerd am Samstag, 11. November 2017, 11:55:19, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: U-700 Serie

Beitragvon gerd » Samstag, 11. November 2017, 11:52:41

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Re: U-700 Serie

Beitragvon Vitte » Samstag, 11. November 2017, 20:43:06

War da nicht schon mal die Idee eines NBA-Museum bzw. Na-Technik-Museum ?
Da könnten doch Teile der Sammlung als Leihgabe hingehen und dann Stück für Stück abkaufen.(?)
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Re: U-700 Serie

Beitragvon gerd » Sonntag, 12. November 2017, 10:20:33

Alles ist denkbar. Einiges von mir ist auch im Fuchsbau eingeflossen. Da hatte ich ja 2005 bis 2015 im Fm-Bereich mitgemacht...
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