Richtfunkgefechtsbereitschaft

Re: Richtfunkgefechtsbereitschaft

Beitragvon Bäumler » Montag, 27. Januar 2014, 00:14:15

auf alle Fälle ist RiFuGB 1 immer im Zeitkontext zu sehen.

Die erste Nord-Süd-Achse mit Abzweig zum ZGS Eggersdorf und ZWGS Fürstenwalde mit Trupps RT-417
Die zweite Nord-Süd-Achse mit Abzweig ZGS Eggersdorf und ZWGS Beeskow/Ranzig mit Trupps RT-417
Die dritte Nord-Süd-Achse mit Abzweig ZGS Fürstenwalde und ZWGS Eggersdorf und RFS Ranzig mit Trupps RT-417

Die vierte Nord-Süd-Achse mit Abzweig F/E /R mit Trupps RT-417 und FM 24/400. In der Zeit schrittweise Einführung FM 24/400 und immer wieder Änderungen in der Konfiguration... bis...
Die fünfte Nord-Süd-Achse mit Abzweig F/E/R mit Trupps 24/400.

Dann folgte Einführung der R-412A.
Damit übernahmen nach Erprobungen die R-412A die direkte Versorgung aus dem Müncheberger Forst in Richtung GS der 1. und 3. LVD.
24/400 nur noch als Zubringer von Rauen, Beeskow und Eggersdorf sowie für die neue Westachse.

Hinzu kam eine weitere Variante der RiFuGB von Ranzig nach Klosterfelde. Ranzig war in der Zeit auch vorgesehen als Führungspunkt LSK für Berliner Gruppierung und führte die 41. FRBr und JG-8 direkt.
Später in den 80gern dann wie oben beschrieben die Westachse für Berliner Gruppierung mit 24/400 und Führungspunkt LSK/LV in Fürstenwalde mit WGS Eggersdorf.
Bäumler
 

Re: Richtfunkgefechtsbereitschaft

Beitragvon Richtfunker » Sonntag, 23. August 2015, 09:54:24

Gute Erinnerung der Mannen vom RiFu Bat.
Kleine Ergänzung: In jeder Version war die Richtfunkanbindung nach Drachhausen/Lieberose gewährleistet und in jedem Einsatzschema mit Kabelausführung von unserem Trupp zur Übergabestelle GSSD/Front.

Dann gab es noch RiFuGB des MfNV. In der war RFB-3 mit drinn. Dorthin verlegte ein Trupp R-404 des RiFuRgt -2. Irgendwann dann ein betonierter Mastfuß. Dem folgte, dass Antennemast stehen blieb.
Dem folgte zur Freisetzung des R-404 Trupp der Einbau von stationärer R-404 in RFB-3. Die dann nur eingeschalten war wenn die RfGB Stufe ausgelöst wurde. Die mobile Gegenstelle stellte sich dann in das Funkfeld.
Dort kamen dann die wichtigen Nachrichtenverbindungen der Führung an: Prenden (NVR), Freudenberg (MdI), Biesenthal (MfS), Harnekop, TreuenII ( Hennickendorf), Streganz... und wurden zum ZGS/ZWGS verteilt.
Richtfunker
 

Re: Richtfunkgefechtsbereitschaft

Beitragvon Frohberg » Sonntag, 23. August 2015, 15:35:25

In der guten alten Zeit waren auch gemeinsame Nachrichtenübungen in der Landesverteidigung angesagt. Ich meine es war die "Elektronik"-Serie.
Mit kompletter Entfaltung des mobilen Richtfunksystems in der DDR. Sämtliche Trupps der NVA und MdI/MfS waren dann unterwegs. In Rauen auf dem Berg war dann Trubel angesagt. In der Regel war dann zusätzlich Schaltgefechtsbereitschaft ausgelöst. Dann waren alle Schaltbefehlsstellen rund um die Uhr zu besetzen plus zusätzliche Kräfte für Schalthandlungen in den Nachrichtenzentralen aller Ebenen.
Frohberg
 

Re: Richtfunkgefechtsbereitschaft

Beitragvon joachim » Sonntag, 03. Januar 2016, 21:20:18

Richtfunker hat geschrieben:Gute Erinnerung der Mannen vom RiFu Bat.
Kleine Ergänzung: In jeder Version war die Richtfunkanbindung nach Drachhausen/Lieberose gewährleistet und in jedem Einsatzschema mit Kabelausführung von unserem Trupp zur Übergabestelle GSSD/Front.


Dabei war mit Sicherheit nicht die Raketenbrigade Zielpunkt. Abzweig war für eine Führungsstelle.
Mit Einsatz der mobilen Tropo war Endpunkt der Tropo der Aufbauplatz bei Drachhausen- weiter nach Kolkwitz und Döbern mit FM 24/400. Auch hier zeigt sich eine gewisse Wichtigkeit des Aufbauplatzes auf TüP Lieberose. Weil mit den Tropotrupps auch ein Aufbauplatz außerhalb des TüP Lieberose möglich wäre.
joachim
 

Re: Richtfunkgefechtsbereitschaft

Beitragvon 1970 » Mittwoch, 13. April 2016, 19:19:29

Solche Maßnahmen hatten auch ihre tollen Tage. Wenn nämlich ein Trupp seinen Aufbauplatz nicht gefunden hatte in Tagelang in der Gegend umher irrte.
Oder am falschen Aufbauplatz stand und nach der Entfaltung keine Verbindung zum Nachbartrupp aufbauen konnte.
Handy oder ähnliches war noch nicht. Also mangels Kontakt dann Rätselraten im Luch.
Einige Male mussten Suchtrupps los und den abgängigen Trupp aufspüren.
Aber auch das war nicht immer von Erfolg gekrönt. Wenn nämlich der abgängige Trupp wieder im Luch auftauchte und der Suchtrupp dann vermisst wurde.
Ich spreche aus der Zeit der RT-415/417 Trupps-
Eventuell hatten spätere Richtfunkergenerationen auch schon Funkverbindung auf dem LO.
1970
 

Re: Richtfunkgefechtsbereitschaft

Beitragvon Ariel » Sonntag, 25. Dezember 2016, 19:19:08

klaus-peter hat geschrieben:Bei RifuGB waren mehrere Varianten im Spiel. Die sich auch noch über die Jahre inhaltlich änderten.

RiFuGB-2:
So die RiFuGB 2. War eigentlich Entfaltung des Richtfunkregiment-2 für Verbindungen des MfNV. Die stellten dann eine R-404 zum Aufbauplatz Raunsche Berge.
Anschaltung über den dort in den 80gern gebauten KV und Schaltung von Nachrichtenverbindungen über das separare Kabel OK-100 zum Fuchsbau.
Zuvor- in den 70gern - lagen Vorbereitete FvK Längen vom Aufbauplatz zum Fuchsbau. Der Verschreiß durch Verrottung war hoch.

Dann war dort Ranzig anzuschalten für Nachrichtenverbindungen der RFS MfNV.
Auch realisiert über Fuchsbau Üst 2 sowie eine RT-417 Strecke Trupp NR14 Rauen-Ranzig.

Dann war HFS-5 als ZWGS anzuschalten.
Dafür dann auch der Trupp RT-417 in Rauen zuständig. Plus ein Trupp RT-417 nach Eggersdorf. Aufbauplatz am alten FEZ.

Der Trupp des NR14 in Rauen machte also 2 Strecken: Rauen -Ranzig und Rauen-Eggersdorf.

So das bei RiFuGB-2 auch das NR-14 alarmiert wurde. Zum Einen zur Herstellung Aufnahmebereitschaft der Nachrichtenverbindungen in Fürstenwalde, Eggersdorf und Ranzig. Zum Anderen mussten 3 Trupps des NR-14 in Marsch gesetzt werden.

Dann kam Aussonderung der Trupps 417 und Einführung FM 24/400. Die 3 Trupps 417 kamen nur gegen 24/400 zum Austausch.
In einer neuen Variation in zweite Hälfte der 80ger waren dann 4 Trupps 24/400 gefordert.
Ein Trupp Rauen mit Strahlrichtung Ranzig und Waldsieversdorf.
Ein Trupp Ranzig.
Ein Trupp Waldsieversdorf mit Strahlrichtung Eggersdorf und Rauen.
Ein Trupp Eggersdorf.

Hier wurde begonnen, Komponenten der RiFuGB-2 ( MfNV) mit Komponenten der RiFuGB-1 (LSK/LV) zu vermischen. Dazu erfolgte Schaffung eines mobilen Richtfunkknotens im Müncheberger Forst mit FM 24/400.
An diesen Richtfunkknoten kamen dann auch die Tropo Stationen R-412 zur Anschaltung- mit ihrem Aufbauplatz im Müncheberger Forst.


Dazu hat Klugscheißer Kampe in 2011 eine Beitrag zur "Wahrheit" geliefert.
http://jobakampe.magix.net/public/rfu_achse.htm
Sorgt sich um die unberechtigte Übernahme seiner Daten durch Dritte.
In der Querprüfung zeigt sich aber seine eigene Ungenauigkeit. Denn er zeigt die Maßnahme RiFuGB-2 ohne diese zu benennen und er zeigt nur ihm bekannte Auszüge und in keinem Fall diese von ihm proklamierte absolute Wahrheit.
Da ist eben die Sache mit dem Truppstandort Rauener Berge, über den auch LSK/LV an MfNV/Harnekop, HNZ-2 und HNZ-4 und HNZ-7 angebunden wird. Denn die R002 verlief: Stülpe-Rauener Berge- HptNZ-HNZ8. Wobei für HNZ-8 eigentlich STNZ302 als Rifustandort war und HptNZ-302 als stationäre Variante auch unabhängig von der mobilen Achse agieren konnte.
Der Rifu-Direktschuß Stülpe-HptNZ war RFN.
Ich möchte hier nur diese eine Darstellung ausführen.
Ariel
 
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