Zentralen als Heimstatt...

Zentralen als Heimstatt...

Beitragvon berlin berlin » Freitag, 27. September 2013, 20:53:42

Für dier technischen Kräfte war mehr und mehr die Zentrale ein Ort mit durchgehender Anwesentheit. Bedingt durch Personalengpässe. Für etliche Techniker war das Bett im Kompaniebereich einfach Fremd.
Da in den Zentralen keine Betten gab, behalfen sie sich mit Matrazen. Anfangs auf Matratze pur geschlafen, kamen nach und nach komplettes Bettzeug hinzu.
So das eigentlich in den Zentralen gewohnt wurde. Kochtiegel und Geschirr komplettierten das Arsenal. Bald auch TV.
Ich glaube, dies war eine in der NVA einmalige Konstellation und wurde stillschweigend geduldet.
berlin berlin
 

Re: Zentralen als Heimstatt...

Beitragvon torsten » Freitag, 27. September 2013, 20:56:09

Später, ab Mitte der 1980ger:
In der Eggersdorfer Uest gab es ein richtiges Stahlrohr-Bett und einen Fernseher.
Dazu Sessel und einen Tisch.
Kann mich sogar noch an einen Kühlschrank erinnern.
Auch Herdplatten elektrisch waren vorhanden zum Bruzzeln....
torsten
 

Re: Zentralen als Heimstatt...

Beitragvon Bodo » Freitag, 27. September 2013, 20:59:52

Bis dahin gab es 2 Matratzen. Der DH schlief in dem kleinen DH-Raum auf dem Tisch und die Bereitschaft in der Gestellreihe. In der Regel ganz hinten hinter den WTT-24. wenn mal wirklich großer TF Ausfall war und alles limmelte: dann stand er aber stramm an der Matte. Aber der Mensch gewöhnt sich an alles und mit etwas Schlaftrunk ging es dann schon. Gab auch Leute, die alle Alarmklingel vorher ausschalteten. War dann blöd wenn DNZ anrief und fragte, ob wir nicht endlich etwas unternehmen wollten. So aus dem Schlaf dann hoch--- von was spricht denn der ??? Dauerte ein Weilchen bis man dann wieder bei sich war und erkannte worum es ging. :lol: :lol:
Fernseher gab seit Mitte der 70ger Jahre illegal- in der Zwischendecke im DH-Raum- ausklappbar. Dort in der Zwischendecke lagerten auch der Grill und derart Kram.
Bodo
 

Re: Zentralen als Heimstatt...

Beitragvon seeger » Freitag, 27. September 2013, 21:01:13

War jedoch sehe angenehm, dem Kompanieleben entflohen zu sein. Wenn von dort doch mal ein Ruf herüberkam... ja, dann gab es ach so technische Probleme, deren Behebung gang ganz wichtig war. Konnte in der Kompanie doch keiner prüfen ob es so war.
Gab dadurch schon arge Situationen, wenn der Spieß zum wöchentlichen großen Stuben-und Revierreinigen allein da stand oder nur 2 Frischlinge zur Verfügung hatte. Weil die sich noch nicht verpissen konnten.
Dann kam schon mal sein Anruf zum DNZ, ob in den Zentralen überzähliges Personal wäre. Aber DNZ hatte auch Eigeninteresse. Das der Betrieb flutschte. Also hatte er in der Regel kein Personal über.
Dafür bekamen sie des Abends auch mal ein Käffchen von uns oder am WE etwas von der Torte ab.
seeger
 

Re: Zentralen als Heimstatt...

Beitragvon klaus-peter » Freitag, 27. September 2013, 21:02:16

Klar , die einzige vernünftige Möglichkeit seine Zeit ohne viel Armeebumbum abzusitzen.
klaus-peter
 

Re: Zentralen als Heimstatt...

Beitragvon Jens » Samstag, 13. Oktober 2018, 22:18:04

Oft wird verkannt wie wichtig zum einen das Überleben der Uffze/BU mit dem Dauerleben in den Technikzentralen war und andererseits die Gefechtsbereitschaft mit extrem wenig Personal hoch gehalten werden konnte. Denn die Männer waren ständig vor Ort.
Wenn man selbst solche Verhältnisse erlebt hat, dann sind die heutigen Verhältnisse bei der Bundeswehr unverständlich. Besonders vor der ständig künstlich herbeigeredeten russischen Gefahr. So wie die Bundeswehr derzeit im Inneren aufgestellt ist sind die Russen bereits übern Rhein bevor alle Außenschläfer überhaupt sich Richtung Kaserne bewegen.

Auf der anderen Seite ist oft wünschenswert das damalige Vorgesetzte nach heutigen Maßstäben nachträglich wegen der oft menschenverachtenden Dienstbedingungen bestraft werden.
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