Feldfunksendegruppe Hottelstedt

Sprötau

Feldfunksendegruppe Hottelstedt

Beitragvon Maik » Freitag, 13. April 2018, 11:46:14

Die Feldfunksendegruppe wurde von der Nachrichtenkompanie gestellt. Ersatz für das Funksendeamt-2 Großobringen.
In Hottelstedt gab es meines Wissens nur grüne Wiese.

Laut FK100 lässt sich die Lage des Anschaltpunktes erahnen: zwischen den Strassen nach Ottmannshausen und Ettersburg.
Schaut man sich mal https://www.google.de/maps/place/Hottel ... 7777?hl=de
an, so ist rechts neben der Kolchose ein abgezäuntes Gelände mit einer Hütte zu sehen, könnte ein Typbau "Schalthaus 22.4" gewesen sein.
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Re: Feldfunksendegruppe Hottelstedt

Beitragvon Latino » Freitag, 13. April 2018, 11:55:29

Interessanter Ansatz Maik. Sollte me ma im Aug behalte.
Vor Ort Sichtung wäre angebracht. Könnte auch ein Schuppen für die Weide sein.

Mein Bedenken wäre der Umstand: Aufbau zur Tarnung in der Regel am Waldrand oder Lichtung. Wäre doch möglich, die Truppen müssten damals noch etwas Feldkabelbau betreiben.
Latino
 

Re: Feldfunksendegruppe Hottelstedt

Beitragvon Maik » Freitag, 13. April 2018, 12:00:09

Ein ehemaligen Funktruppführer gab mal ziemlich vage an:
die Trupps wurden ca. 800m vom ehemaligen KZ-Steinbruch auf einer Waldlichtung aufgebaut. Der Steinbruch war
etwas westlich der ehemaligen SS-Kasernen .
Jetzt müssen wir nur noch die richtige Lichtung finden :P

Meiner Meinung nach war der Anschaltpunkt dort wie im Beitrag #1 vermutet wird. Also in Ortsnähe und dann mit Feldkabelbau zum jeweiligen Aufbauplatz.
Das dort am Ort eine Nachnutzung mit Ziegen erfolgt ist eine andere Sache.
Maik
 
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Re: Feldfunksendegruppe Hottelstedt

Beitragvon FSA-2 » Freitag, 13. April 2018, 12:24:01

Hallo, das FSA-2 hatte zwei Primärgruppen Z-12 zum Bunker Sprötau auf denen auch die MOD und Tastleitungen (WT-GL) geschalten waren.
Die postalische Kabelführung war:
Bunker Sprötau nach Dielsdorf Schsch über SOK-41
Dielsdorf nach Hottelstedt schsch über KK-2
Hotelstedt nach Großobringen schsch über KK-2
GORIN schsch zum Objekt über SOK-42

Aber fragt mich nicht nach den genutzten Kabeladern.
KK-2 war ein Postkabel.
Nach den damaligen Einsatzunterlagen war in Hottelstedt schsch ein TF-Schnellschaltfeld an dem die Z-12 Grundleitung umgesteckt werden konnte als Sprötau-Hottelstedt und GORIN-Hottelstedt. Zu dem Zweck stand dort eine betriebsfertige FB-321, deren Einzelkanäle ausgeführt waren und auf Fvk-10P Anschaltkästen aufgelegt war. So das eine Abholung im Feldkabelbau doch ziemlich einfach war. Aber eben 2-3 Lagen FvK-10p auch etliche Kilometer hätten verlegt werden können.
Damit war dann auch einige Technik in Hottelstedt schon fix und fertig vor Ort. Muss also ein etwas größeres Schalthaus oder Schaltkessel sein.

Dort am Steinbruch soll nach unseren Informationen der Aufbauplatz der Feldführung als Ersatz für gGS Sprötau gewesen sein. Dazu dann auch der etwas größere Ausbau des Turmes auf dem Ettersberg für Belange des Richtfunk nebst Kabel für die Einzelleitungen vom Turm zum Platz der Feldführung.
FSA-2
 

Re: Feldfunksendegruppe Hottelstedt

Beitragvon Maik » Freitag, 13. April 2018, 12:28:50

Danke. Überlebende der Nachrichtenkompanie muss es doch geben und damit eventuell auch Aussagen zu den trainierten Maßnahmen in Hottelstedt und/oder am Ettersberg.
Wenn Technik dort in Hottelstedt war, muß auch Wartung erfolgt sein. Wer machte das ?
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Re: Feldfunksendegruppe Hottelstedt

Beitragvon Frank » Samstag, 14. April 2018, 18:35:16

Wenn ihr den Standort nicht genau wisst: könnte es auch knapp 500 m NO gewesen sein ? bei 51.044237, 11.240008

Dort ist auf D-SAT2 1993 ein kleiner umwaldeter Hügel (Aufschüttung) zu sehen. Bei G-Earth erkennt man mit Mühe in der historischen Ansicht einen Eingang. Das könnte ein halbeingegrabenes Standard-SH sein, Typ SH-1 vom VEB Spezialhochbau Berlin (aber auch ein Kartoffelkeller :? )
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Re: Feldfunksendegruppe Hottelstedt

Beitragvon Maik » Montag, 16. April 2018, 09:32:51

Das sollten wir mal prüfen.
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