das Recht....

das Recht....

Beitragvon Lutger » Samstag, 10. März 2018, 10:35:40

... ist oft Unrecht- oder ?

Ein interessanter Artikel in der MOZ zu Geschwindigkeitsbeschränkung und Blitzer:
https://www.moz.de/artikel-ansicht/dg/0/1/1644118/
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Re: das Recht....

Beitragvon Elektron » Samstag, 10. März 2018, 10:51:05

So ist noch viel Altwissen-Aberglaube im Umlauf. Wie auch;
jede Kreuzung oder Einfahrt hebt automatisch alle vorherigen Tempolimits auf

Inzwischen sagen die Regelungen:

Nein, jedenfalls nicht ohne weiteres...!. Beim Zeichen 274 handelt es sich um ein sog. "Streckenverbotszeichen".
Die Festlegung, dass ein Streckenverbot auch generell über eine Kreuzung oder Einmündung hinaus gilt, ist allerdings nur zutreffend, wenn es sich um dieselbe Straße bzw. um die Fortführung einer Strecke handelt.

Streckenverbot enden unter vier Bedingungen:
durch Aufhebungszeichen 278 bis 282, Darstellung der Zeichen siehe hier
durch Anzeige der Streckenlänge gem. Zusatzschild, z.B. "800 m"
durch das Ende einer angezeigten Gefahr, sofern Zeichen 274 in Kombination mit einem Gefahrzeichen angebracht ist (am gleichen Pfosten).
an Ortstafeln (Zeichen 310, § 42 Abs. 3 StVO)

So das manch Autofahrer erfolglos zu Gericht zieht weil er nach einer einmündenden Seitenstrasse wieder Gas gab und prompt den Blitzer aktivierte,

Da denken sich Beamte jedes Jahr neue Schikanen für Autofahrer aus. Zum Teil auch um immer neue Gründe zu finden um due klammen Staatskassen mit Bußgeldern zu füllen,
Sie brauchen halt die Kohle für BER und Elbphilharmonie und S21 und die vielen anderen öffentlichen Milliardengräber.
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Re: das Recht....

Beitragvon Lord Knut » Samstag, 10. März 2018, 10:57:14

Kreuzungen heben Streckenverbote nicht auf!

So ähnlich ist es mir in Berlin auch schon ergangen

u.a. Oberlandesgericht Hamm (VerkMitt 1996 Nr. 23 und Az. 2 Ss OWi 524/01)

Diese klare Linie wird bei der Fahrprüfung längst so angewendet; der TÜV Rheinland hat schon 1990 darauf hingewiesen, dass der Kandidat immer auf die Aufhebung eines Streckenverbotes durch ein Verkehrszeichen achten muss.

Manches Gerichtsurteil geht sogar noch weiter. So wurde ein Autofahrer verurteilt, der in eine Straße außerorts eingebogen war und dort mit über 100 km/h fuhr, obwohl nur 70 km/h erlaubt waren. Er konnte das Verkehrszeichen jedoch beim Einbiegen nicht gesehen haben, weil es dort fehlte. Dem Autofahrer wurde vor Gericht aber nachgewiesen, dass er ortsansässig war und diese Strecke regelmäßig in der Richtung befuhr, in der das Tempolimit vor der Kreuzung stand. Somit hätte ihm das Verbot bekannt sein müssen, und der Tempoverstoß war ihm voll anzulasten.

Natürlich gibt es eine Schmerzgrenze, denn man kann ja nicht endlos auf Verdacht weiterfahren. Wenn der Geduldsfaden nach etwa 2 Kilometern und mehreren Kreuzungen reißt, kann dem Kraftfahrer kein Vorwurf mehr gemacht werden, dass er das Verbot als beendet ansieht.

Leider gibt es hierzulande von den unvollständig beschilderten Kreuzungen noch jede Menge, und die Verwaltungen reagieren häufig nicht auf entsprechende Hinweise. Einen solchen Mangel zu beseitigen kostet schließlich Geld...
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Re: das Recht....

Beitragvon cableape » Samstag, 10. März 2018, 13:51:35

Es gibt es noch mehr "unlogische" Beschilderungen,
wie z. Bsp. die Verkehrszeichen und Lichtsignalanlagen,
die hinter den Kreuzungen stehen,
aber ohne Zusatzzeichen den Bereich davor mit einschließen.

:roll:
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Re: das Recht....

Beitragvon Kabel » Samstag, 10. März 2018, 13:56:30

Lutger hat geschrieben:... ist oft Unrecht- oder ?

Ein interessanter Artikel in der MOZ zu Geschwindigkeitsbeschränkung und Blitzer:
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Mich hat es auch erwischt. Ich hoffe, ich war nur bei 46 km/h.
Das hat nichts mit Boshaftigkeit zu tun, das ist schlicht und gemein Gewohnheit. Wer täglich da lang gefahren ist, der hat die 50 so verinnerlicht, dass er schon gar nicht mehr auf die (neuen) Schilder achtet....
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Re: das Recht....

Beitragvon waldmann » Sonntag, 11. März 2018, 22:21:24

Autofahrer sind doch schon immer der Goldesel gewesen. Vom Blitzer bis zur Tankstelle nur Abzocke Abzocke.
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